Friedliche Besetzung der HTWK ein voller Erfolg – Ministerium muss jetzt rasch handeln

Den Studierenden der HTWK Leipzig ist mit der am Donnerstag beendeten Besetzung des Rektorats ein erfolgreicher Protest gegen die Diskriminierungspolitik des Sächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst gelungen. Lesen Sie hier eine Mitteilung der KSS.

Mit Mut, Engagement und Verhandlungsgeschick haben es die ProtestlerInnen geschafft sowohl große öffentliche Resonanz bezüglich der verwehrten Ernennung von Frau Prof. Lieckfeldt zur Rektorin der HTWK zu erzeugen, als auch für eine friedliche Besetzung zu sorgen.
„Die Konferenz Sächsischer Studierendenschaften gratuliert zu der, leider notwendig gewordenen, Aktion der Studierenden. Es ist bedauerlich, dass es erst soweit kommen musste.

Dabei ist vor allem hervorzuheben, dass es uns nicht um den reinen Umgang mit der Person, Frau Prof. Lieckfeldt, an sich geht, sondern um eine Kritik an der grundsätzlichen Politik des Ministeriums. Die breite Unterstützung, die den Studierenden der HTWK zugegangen ist, spricht hier für sich. Der Fall bedarf keiner erneuten Überprüfung, ein Angestelltenverhältnis, wie es das Ministerium anstrebt, ist nicht akzeptabel.“ so Anni Fischer, Sprecherin der Konferenz Sächsischer Studierendenschaften.

Michael Moschke, Sprecher der Konferenz Sächsischer Studierendenschaften ergänzt: „Es ist schon bemerkenswert; wirklich gute und innovative Vorschläge von Seiten der Studierendenschaften zur Verbesserung von Forschung und Lehre werden im Ministerium mit der Bemerkung abgebügelt, sie könnten dem Wissenschaftsstandort Sachsen schaden – dabei ist es aktuell wohl einzig das Ministerium selbst, das Rufmord betreibt. Hier braucht es ganz schnell eine Kurskorrektur und ein Einsehen seitens des SMWK. Ein Anfang wäre sicher die Suche des aktiven Gesprächs zwischen Hausspitze und Studierendenvertretern gewesen. Aber auch diese Chance hat man sich leider entgehen lassen.“

Die KSS wird den Vorgang weiter aktiv begleiten und die HTWK unterstützen. Eine weitere
Weigerung des SMWK ist für uns nicht akzeptabel und würde ernsthafte Folgen für das Haus und Sachsen nach sich ziehen. Gleichzeitig bleibt unser Angebot bestehen, gemeinsam Lösungsansätze zu suchen, um die unleidliche Situation umgehend zu beenden.