Frischerbse dominiert auch 2010 den sächsischen Gemüseanbau

307 sächsische Gemüsebauern bewirtschafteten 2010 nach Angaben des Statistischen Landesamtes 4 147 Hektar Anbaufläche für Gemüse zum Verkauf.

Das sind 671 Hektar oder 14 Prozent weniger als 2009. Dieser Rückgang resultiert neben methodischen Änderungen der Erhebung auch aus den besonderen Witterungsbedingungen des ersten Halbjahres 2010.

Im Jahr 2010 bauten 251 Betriebe auf 4 105 Hektar Freilandgemüse an. Die Frischerbse nahm, wie schon in den letzten Jahren, mit 2 192 Hektar über die Hälfte der sächsischen Gemüseanbaufläche ein. Sie wurde jedoch nur in 54 Betrieben (22 Prozent) angebaut. Grüne Pflückbohnen wuchsen auf 377 Hektar und beanspruchten damit 9 Prozent der Gemüseanbaufläche. Der Anbau erfolgte in 99 Betrieben. Zudem sind unter anderem auf 324 Hektar Spargel (darunter 227 Hektar im Ertrag stehend), auf 159 Hektar Blumenkohl, auf 418 Hektar Zwiebeln und auf 207 Hektar Spinat herangewachsen.
Der Anbau unter Glas wurde von 265 Betrieben auf 43 Hektar durchgeführt. Dabei dominieren Gurken auf 15 Hektar, gefolgt von Tomaten auf einer Fläche von 10 Hektar.

Im Direktionsbezirk Dresden lag mit 172 Betrieben und 2 237 Hektar Anbaufläche der Schwerpunkt des sächsischen Gemüseanbaus. Auf diesen Direktionsbezirk entfielen 56 Prozent der Gemüse anbauenden Betriebe und 54 Prozent der Anbaufläche. Im Direktionsbezirk Leipzig haben 61 Betriebe (20 Prozent) ihren Sitz. Sie bearbeiten 1 335 Hektar (32 Prozent) der Gemüseanbaufläche in Sachsen. Für den Direktionsbezirk Chemnitz sind 74 Betriebe (24 Prozent) und 576 Hektar (14 Prozent) der Anbaufläche zu verzeichnen.