Frischzellenkur für Russische Gedächtniskirche in Leipzig: Turmsanierung in vollem Gange

Mit dem Gerüstaufbau ist seit Montag die Turmsanierung der Russisch-Orthodoxen St.-Alexij-Gedächtniskirche am Friedenspark gestartet. Die Kosten der Sanierung werden unter anderem von einer Spende der Stadt Moskau unterstützt. +++

Die Sanierung wurde notwendig, da die Turmkonstruktion ungenügend gegen eindringendes Regenwasser geschützt ist. Die Durchfeuchtung führte zur Schädigung der Tragkonstruktion und der Sandsteinrippen sowie zur Ablösung der Goldmosaiksteinchen und des Anstriches im Inneren der Kirche.

Bestandteil der Baumaßnahmen sind daher die Herstellung einer Bauwerksabdichtung, die Restaurierung des Goldmosaiks und der Sandsteinrippen. Außerdem werden die Turmfenster denkmalgerecht erneuert und die Vergoldung an der Zwiebelkuppel restauriert. Es ist geplant, die Arbeiten rechtzeitig vor den Feierlichkeiten zum 200-jährigen Jubiläum der Völkerschlacht im nächsten Jahr abzuschließen.

Die Russisch-Orthodoxe St.-Alexij-Gedächtniskirche wurde zum Gedenken an die rund 22.000 gefallenen russischen Soldaten in der Völkerschlacht erbaut. Der Bau der Leipziger Kirche im Nowgoroder Stil mit 16-seitigen Zeltdach wurde am 28. Dezember 1912 begonnen. Nach zehnmonatiger Bauzeit fand genau 100 Jahre nach der Völkerschlacht am 17. Oktober 1913, am Tag vor der Einweihung des Völkerschlachtdenkmals, die Konsekration und am 18. Oktober 1913 die Kirchenweihe statt.