Friseur-Azubis leben prekär

Leipzig – Protest vor dem Hauptbahnhof. Die Gewerkschaft Verdi hat die Auszubildenden des Friseurhandwerks aufgerufen, gegen ihre prekären Arbeitsverhältnisse zu demonstrieren.

Das Aufgebot der Jungfriseure war übersichtlich. Wahrscheinlich kamen sie von der Arbeit nicht weg. Denn ihr Verdienst ist minimal – und genau darum ging es. Der Verdienst eines angehenden Friseurs liegt im Bundesdurchschnitt bei 494 Euro. In Sachsen sind es gerade mal 200 Euro im Monat. Davon kann niemand leben. Eine Lösung muss her. Am besten eine politische. Die Gewerkschaft Verdi fordert einen Tarifvertrag für das Friseurgewerbe. In Sachsen gibt es so etwas zur Zeit nicht.

Einst hieß es: Handwerk hat goldenen Boden. Damit es für die angehenden Friseure auch wieder so wird, sind jetzt die Politiker und die Arbeitgeber gefragt.