Frontscheibe zerspringt nach Raketeneinschlag

Lindenthal. Am Samstagabend, gegen 21:55 Uhr, wurde die Polizei durch einen 70-jährigen Zeugen in den Gartenwinkel nach Leipzig gerufen.

Dieser teilte den Einsatzkräften mit, dass der VW Polo seines Sohnes auf dem Parkplatz hinter dem Wohngrundstück steht. Die Frontscheibe des Fahrzeuges war zersprungen. Vor dem PKW lagen Raketenteile und ein ca. ein Meter langer Raketenstab aus Holz in einer auffallend großen Stärke und einem großen Treibsatzgehäuse, so die Polizei. Die Ermittlungen vor Ort ergaben, dass diese Rakete die Frontscheibe beschädigt hatte.

Anschließend meldete sich noch ein 34-jähriger Zeuge, der die Polizeibeamten auf den „Absender“ der Rakete hinwies. Es handelte sich um ein Grundstück, das ca. 50 Meter entfernt war. Der Zeuge sah hier aus seinem vorbeifahrenden PKW, wie die Rakete von dort gezündet wurde. Die Polizeibeamten fuhren zum genannten Grundstück und konnten hier bereits die „Abschussrampe“ ausmachen, da die Spuren noch im Schnee eindeutig zu sehen waren. Konfrontiert mit dem Sachverhalt räumte der 52-jährige Tatverdächtige laut Polizei ein, dass er die Rakete abgeschossen hatte, aber es nicht für möglich hielt, dass die Rakete so weit flog und den PKW beschädigte.

Die Polizei leitete ein Ermittlungsverfahren nach dem Sprengstoffgesetz ein, da es sich bei der sichergestellten Rakete um einen in Deutschland nicht zugelassenen Feuerwerkskörper handelte.