Frost und Eisglätte – Der Winter schleicht sich heran

In den vergangenen Tagen hat sich langsam aber sicher der Winter immer ein Stückchen näher herangearbeitet.

Noch vor rund einer Woche kletterten die Temperaturen am Tag stellenweise auf 15 bis 20 Grad. Die neue Woche startet nun mit nahezu flächendeckendem Frost bis minus 8 Grad, unmittelbar am Erdboden liegen die Werte am Montagmorgen sogar bei minus 10 Grad. Nur an den Küsten und entlang des Oberrheins ist es meist frostfrei. Hier gibt es leichte Plusgrade.

„Aber auch in den höheren Lagen der Mittelgebirge werden leicht positive Werte gemessen. Grund hierfür ist die aktuelle Inversionswetterlage bei der es in der Höhe wärmer ist als am Boden. Normalerweise ist es umgekehrt“ erklärt Wetterexperte Dominik Jung vom Wetterportal WETTER.NET.

Zum Frost gesellt sich teilweise sehr dichte Nebel aus dem örtlich etwas Sprühregen fällt und die Straßen und Gehwege in gefährliche Rutschbahnen verwandelt. Bereits gestern gab es in Bayern zahlreiche Unfälle mit Toten und Verletzten aufgrund von Eisglätte und die Winterdienste hatten ihren ersten großflächigen Einsatz.

Besondere Unterstützung erhalten die Winterdienste dabei vom punktgenauen WETTER.NET – Straßenwetterbericht, der ihnen hilft Wettergefahren im Vorfeld schnell zu erkennen und entsprechend zu handeln – www.wetter.net/service/winterdienstservice.html .


Wie geht es diese Woche weiter?
Insgesamt bleibt alles beim Alten. Das Hoch Xenia bekommt Verstärkung. Aus Norden kommt Yana. Yana bringt ebenfalls hohen Luftdruck und hält die beiden Herren – Tief Thomas und Tief Sükrü – mit ihren Regenwolken von uns fern.

Wenn sich der Nebel auflöst klettert das Thermometer heute auf 5 bis 10 Grad, bei Dauernebel bleibt es bei Werten um 0 Grad ziemlich kalt und ungemütlich. Auf der sonnensicheren Seite sind die Hochlagen der Mittelgebirge. Dort lacht bereits jetzt schon die Sonne, z.B. auf dem Brocken, dem Feldberg im Schwarzwald oder dem Fichtelberg im Erzgebirge.

Die Chancen auf Nebelauflösung stehen diese Woche nicht schlecht. Der Grund: Die Luft ist trockener geworden und daher fällt es der Sonne leichte, den Nebel zu verdrängen.

Die kommenden Tage für Deutschland im Detail:
Dienstag: morgens Nebel mit Glättegefahr, am Tag je nach Sonnenscheindauer 2 bis 10 Grad
Mittwoch: nach Frühnebel teilweise freundlich, 3 bis 9 Grad
Donnerstag: Mix aus Sonne, Wolken und Nebel bei 4 bis 11 Grad
Freitag: Wechselnd bewölkt und trocken, 4 bis 11 Grad
Samstag: in der Früh Nebel und frostig, am Tag 6 bis 11 Grad
Sonntag: nach Nebel überwiegend freundlich bei 6 bis 12 Grad
Montag: mal Sonne, mal Wolken, 6 bis 11 Grad

„Scheibenkratzen wird in den nächsten Tagen zum Volkssport, denn die Nächte bleiben frostig“ so die Aussage von Diplom-Meteorologe Jung.

Das kalte Wetter schlägt sich auch in der aktuellen Novemberbilanz nieder. War der November vor 6 Tagen noch fast 4 Grad wärmer als im langjährigen Mittel, ist dieser Überschuss nun auf 2,5 Grad geschmolzen. Regentechnisch ist der November weiterhin auf Titelkurs: Trockenster November seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Bisher wurde das Niederschlagssoll nur zu einem Prozent erreicht. In Süddeutschland gab es wegen der anhaltenden Trockenheit sogar schon erste Waldbrände!

Das deutsche Sonnenscheinsoll ist dagegen schon zu 85 Prozent erreicht, in Ostdeutschland mittlerweile schon zu 150 Prozent.