Frostige Zeiten brechen an

Chemnitz- Sobald der Winter vorbei ist, sind viele Hobbygärtner in Pflanzlaune.

Wohin das Auge schaut, überall blüht es. Grünanlagen erstrahlen in bunten Farben, ebenso wie Gärten und heimische Balkone.

Was viele jedoch nicht beachten, sind altbekannte Bauernregeln, die tatsächlich bis heute aktuell sind. Ab dem Wochenende erwarten uns die Eisheiligen. Diese bringen uns noch einmal einen ordentlichen Temperatursturz mit.

Aber wer jetzt denkt „das betrifft uns nicht“, hat weit gefehlt, denn auch im Tiefland kann es noch mal zu Bodenfrost kommen, der insbesondere den Garten- und Balkonpflanzen schaden kann. Wer also schon fleißig gepflanzt hat, sollte einige wichtige Dinge beachten:

Die Nachttemperatur ist ausschlaggebend. Sie sollten also unbedingt das Thermometer im Auge behalten. Fallen die Werte unter 10 Grad, besteht Gefahr, das die Pflanzen Schaden nehmen. Wird die kritische Grenze unterschritten, sollten Sie die Pflanzen möglichst noch einmal vom Balkon holen. Ist dies nicht möglich, decken Sie die Blumen mit Vlies oder Zeitung ab, um sie vor der Kälte zu schützen.

Es sind jedoch nicht nur Balkonpflanzen wie Petunien, Fuchsien, Margeriten und Pelargonien betroffen. Inzwischen haben vermutlich schon viele ihre Gemüsepflanzen in die Erde gebracht. Besonders Gartenpflanzen sollten jedoch bei Kälte geschützt werden. Denn für sie ist nicht nur Bodenfrost gefährlich. Wenn die Tageswerte unter 10-15 Grad fallen, wird es auch für Beetpflanzen kritisch. Kaputt gehen dürften die Pflanzen wohl nicht, aber ob sie dann noch den gewünschten Ertrag bringen, ist fraglich.

Schon die alte Bauernregel besagt: Vor Nachtfrost du nie sicher bist, bis Sophie vorüber ist.

Sobald die Eisheiligen jedoch in den Winterschlaf gehen, ist mit stabilem Frühlingswetter und sogar mit einem stetigen Temperaturanstieg zu rechnen.