Früheres Bundeswehrkrankenhaus als Flüchtlingseinrichtung?

Die Stadt Leipzig prüft derzeit das ehemalige Bundeswehrkrankenhaus in Leipzig Wiederitzsch zur Unterbringung von Asylbewerbern. Eine Anwohnerinitiative steht dem kritisch gegenüber. Am Montagabend versammlten sich die Bürger um zu informieren. +++

Die Stadt Leipzig prüft derzeit 20 Objekte zur Unterbringung von Asylbewerbern. Dazu gehört auch das ehemalige Bundeswehrkrankenhaus in Leipzig Wiederitzsch. Eine Anwohnerinitiative steht dem kritisch gegenüber. Etwa 400 Wiederitzscher versammelten sich am Montagabend auf dem Hugo-Krone-Platz zur Information des Sachstandes, wegen der Aufnahme von Flüchtlingen im ehemaligen Bundeswehrkrankenhaus. Sachsen muss neben Chemnitz zwei weitere Einrichtungen für Flüchtlinge bieten. Es wird mehr Bürgerbeteilung gefordert, denn die Anwohner sind der Meinung, das ehemalige Bundeswehrkrankenhaus sollte weiterhin als medizinische Einrichtung genutzt werden, welcher der eigentliche Nutzen dieses Gebäudes ist. Die Interessengemeinschaft Wiederitzsch ist nicht gegen eine Aufnahme von Flüchtlingen, lediglich gegen den ausgewählten Standort. Sie fordern das Recht auf Einbeziehung und das nicht erst wenn Verträge unterschrieben sind. Die Bürgerinitiative will durch Sachlichkeit und Dominaz erreichen, dass das Bundeswehrkrankenhaus von der Liste der zu prüfenden Standorte gestrichen wird. Um die nötige Aufmerksamkeit zu erlangen, startete die Mehrheit der Wiederitzscher eine Unterschriftenaktion gegen eine Einrichtung in der Klinik. Ebenso wurde um finanzielle Unterstützung gebeten, um eine gute Rechtsberatung zu gewährleisten. Mit diesen Mitteln soll verhindert werden, das in Wiederitzsch eine Erstaufnahme für Flüchtlinge eingerichtet wird. Viele der Bürger befürchten negative Auswirkungen. Die Stadt ist für einen Dialog mit den Anwohnern bereit und lädt in der 1.Novemberwoche zu einer Bürgerversammlung ein.