Frühling weiterhin auf Eis gelegt – Weiße Ostern möglich!

„Nach dem kältesten März der vergangenen 100 Jahre, wird auch der April für die Jahreszeit viel zu kalt starten.

Die nachfolgende Grafik zeigt die Temperaturabweichungen für Europa in den kommenden 7 Tagen. Weiterhin sieht es für weite Teile Mittel- und Osteuropa nach deutlich zu kaltem Frühlingswetter aus. Lediglich im Mittelmeerraum sieht man häufig rote Farbe. Das bedeutet: Dort ist es in den nächsten 7 Tagen wärmer als im langjährigen Mittel. Wer also über die Ostertage der spätwinterlichen Kälte im Land entfliehen möchte, der muss sich dorthin begeben“ so Diplom-Meteorologe Dominik Jung vom Wetterportal wetter.net.

Vor ein paar Tagen sah alles noch etwas anders aus. Da berechneten die Wettermodelle zumindest für den Süden zeitweise sogar Höchstwerte bis 20 Grad an Ostern. Doch mit jedem Tag an dem die Festtage näher kamen, wurden die Berechnungen kühler. Von frühlingshaften 20 Grad sind wir Ostern 2013 weit entfernt. Wir werden von den Temperaturen ungefähr ähnlich wie Ostern 2012 liegen. Damals war Ostern sogar noch eine Woche später.

Besonders markant: Ostern 2013 wird damit um bis zu 10 Grad kälter als Weihnachten 2012 ausfallen. Damals erwärmte sich die Luft an den Weihnachtstagen lokal auf knapp 20 Grad.

So wird das Wetter zu den Osterfeiertagen:

Gründonnerstag: im Nordosten gibt es viele Wolken, ab und zu fällt noch etwas Schnee und es werden 2 bis 6 Grad erreicht. In der Mitte scheint zeitweise die Sonne und es ist trocken, während es im Süden einzelne Regenschauer geben kann. Die Temperaturen erreichen südlich des Mains 13 Grad.

Karfreitag: Der Feiertag wird ziemlich grau und trüb. Die Sonne scheint nur selten. Im Nordosten sind einzelne Schneeschauer möglich, dort muss man mit Glätte rechnen. Die Höchstwerte reichen von 3 Grad im Osten bis 10 Grad im Süden.

Karsamstag: Mit bis zu 13 Grad wird es vor allen Dingen im Südwesten recht mild, nach Norden werden nur 4 bis 8 Grad erwartet. Während es in der Mitte recht freundlich ist, ziehen im Südwesten neue Regenwolken auf. Im Nordosten gibt es kurze Schneeschauer.

Ostersonntag: Am frühen Morgen sollte man sich auf dem Weg in die Ostermesse oder zum Osterfeuer warm anziehen, denn es ist im ganzen Land frostig und vielfach gibt es Schnee- und Schneeregenschauer. Auf Straßen und Gehwegen kann es glatt sein. Im Tagesverlauf bleibt es mit 3 bis 8 Grad dann weitgehend nass-kalt. Ab und zu gibt es Regen- und Schneeregenschauer. Alles in allem erwartet und vorgezogenes typisches Aprilwetter.

Ostermontag: Heute erwarten wir den schönsten Tag. Vor allem im Westen und Süden scheint zeitweise die Sonne und nur selten gibt es Schnee- oder Schneeregenschauer. Die Höchstwerte erreichen 3 bis 10 Grad.

Können wir noch auf einen warmen Frühling hoffen?

Diese Frage haben die Wetterexperten von wetter.net in den letzten Tagen sehr häufig gestellt bekommen. Derzeit ist der lange Atem des Winters wirklich ein Graus. Selbst die Regel „Winterreifen von O bis O“ können wir dieses Jahr getrost vergessen. „Wir empfehlen nicht vor Mitte April auf Sommerreifen umzusteigen“ erklärt Wetterexperte Jung.

Derzeit erleben wir eine für die Jahreszeit ungewöhnliche Kälte und diese Kälte könnte nach den neusten Modellberechnungen der Atmosphäre sogar noch eine ganze Weile andauern. Bis Mitte April sehen die Berechnungen deutlich zu kaltes Wetter. Der Kälte-Nachschub aus Skandinavien und Russland will einfach nicht abreißen. Milde Luft aus dem Mittelmeerraum schafft es zwar immer wieder sich uns zu nähern, wird allerdings von der Kaltluft geradezu pulverisiert.

Das heißt im Klartext: Wenn sich von Süden bis zu 20 Grad warme Luft zu uns auf den Weg macht, kommen davon höchstens im Süden von Deutschlands noch schlappe 8 bis 13 Grad an. Im Norden und Osten kommt die milde Luft erst gar nicht an.

Kritisch sind bei dieser Wetterlage die Nachtfröste. Bis weit in den April hinein wird es quasi jede Nacht Frost geben und das in weiten Teilen des Landes. Tagsüber kann die Sonne zumindest schon kräftig einheizen, nachts aber, da geht es für die Jahreszeit ungewöhnlich tief und vor allen ausdauernd land in den Keller.

Während letztes Jahr um diese Zeit viele Bäume und Sträucher schon grün waren, ist dieses Jahr kaum ein Blatt zu sehen. Daran wird sich so schnell auch nichts ändern.

Fazit: Die „Klimaerwärmung“ wird uns noch eine ganze Weile frösteln lassen…

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