Frühlingsbote – Pillnitzer Kamelienhaus öffnet pünktlich zur Blüte

Dresden - Langsam beginnen sich die ersten der prall gefüllten Kamelienknospen zu öffnen. Diese botanische Vorankündigung des Frühlings geht wie jedes Jahr einher mit der Öffnung des Kamelienhauses für Besucher: Ab dem 17. Februar ist es täglich von 10 bis 17 Uhr zugänglich.

Auch wenn es noch einige Sonnenstrahlen mehr braucht, um die Kamelie vollends zur Blüte zu bringen, sieht alles danach aus, als gäbe es in diesem Jahr wieder eine üppige Blüte, sodass sich in den nächsten zwei Monaten die „Grande Dame“ des Pillnitzer Schlossparks von ihrer schönsten und farbenfrohesten Seite zeigen wird. Den Besucher erwartet zur Hauptblüte Mitte/Ende März ein Blumenmeer aus tausenden, karminroten, nicht duftenden und glockenförmigen Blüten, welches den riesigen Kamelienstrauch bedecken wird.

Wie alt die Pillnitzer Kamelie exakt ist, weiß niemand so genau, aber eines ist sicher: Vor 216 Jahren wurde sie bereits als „erwachsene“ Pflanze von Carl Adolph Terscheck an der Stelle ausgepflanzt, an der sie noch heute mit ihrer Blütenpracht begeistern kann.

© Wolfgang Friebel

Über die Jahre hat sie stattlich zugelegt und misst heute einen Umfang von 35 Metern und fast neun Metern Höhe. Ihre Schönheit hat sie berühmt gemacht und seit 1992 umgibt sie ein fast so berühmtes mobiles Glashaus. Im Winter schützt es die Kamelie, die nachweislich die älteste europäische Kamelie nördlich der Alpen ist, vor Frost und Schnee, im Sommer wird es auf Schienen neben sie gerollt.

© Wolfgang Friebel
© Uwe Meschke
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