Frühlingsluft und Hochwasser – war´s das jetzt mit dem Winter?

Der Winter 2010/2011 legt eine echte Berg- und Talfahrt hin. Nach Rekordkälte zu Dezemberbeginn, brachte der Januar nun Rekordwärme.

So war es vergangenen Freitag beispielsweise in Trier mit 14 Grad der wärmste Tag in einer ersten Januardekade seit 1948.

„Generell brachten die letzten Tage rekordverdächtige Höchstwerte. In Freiburg und Bendorf am Rhein wurden am Freitag frühlingshafte 16 Grad erreicht. Auch das Wochenende war mit Spitzenwerten bis 15 Grad ungewöhnlich mild“ so Wetter-Experte Dominik Jung vom Wetterdienst WETTER.NET.

Entlang des Mittel- und Niederrheins sowie am Untermain klettern die Pegel noch weiter in die Höhe. Heute ist erstmal kein neuer Regen in Sicht. Auch das Tauwetter hat sich bei Temperaturen zwischen 0 und 7 Grad deutlich reduziert.

Wie geht es in den nächsten Tagen weiter?

Bis einschließlich Mittwoch bleibt es weiterhin relativ kühl. Regen oder Schnee fällt lediglich am Alpenrand. Sonst ist es trocken. Ab Donnerstag zieht ein neues Tief heran. Es bringt bei steigenden Temperaturen wieder kräftigen Regen. Am Freitag erwärmt sich die Luft auf 7 bis 14 Grad. Die Regenmengen variieren zwischen 30 und 70 Litern pro Quadratmetern. In einigen Regionen wird das zu einem Wiederanstieg der Flusspegel führen.

„Den stärksten Regen erwarten wir im Westen sowie im Südosten“ so Diplom-Meteorologe Jung.

Wie bereits angekündigt verdichten sich die Anzeichen, dass nach der Monatsmitte wieder eine nachhaltige Einwinterung bevorstehen könnte. Aus Nordosten strömt dann wieder kalte und schneereiche Luft nach Deutschland zurück.

Etwas Statistik

In den ersten zehn Tagen war der Januar 2011 deutschlandweit um rund 1 Grad wärmer als im langjährigen Mittel. In der Mitte und im Westen sind bereits 50 bis 70 Prozent der üblichen Niederschlagssummen zusammen gekommen.