Fünf Alumni der Uni Leipzig für Jugendkarlspreis nominiert

Wenn am 31. Mai in der Kaiserstadt Aachen der Gewinner des europäischen Jugendkarlspreises 2011 ausgewählt wird, gehören fünf Ehemalige der Universität Leipzig zu den Favoriten: Conrad Müller, Thomas Heim, Ronny Schaus, Daniel Freund und Patrick Raupach sind zwischen 26 und 27 Jahre alt und arbeiten gemeinsam mit anderen ehemaligen Erasmus-Studenten bei Europe Today – einem Projekt für eine europäische Tageszeitung.

„Die Berichterstattung über tagesaktuelle Ereignisse findet überall in Europa meist nur aus nationaler Perspektive statt“, so Conrad Müller. „Wenn die europäische Integration funktionieren soll, dann brauchen wir gemeinsame Bezugspunkte und eine europaweite Debatte über Themen wie Kernenergie oder den Libyen-Einsatz. Das sind Dinge, die alle europäischen Bürger etwas angehen.“ Eine Tageszeitung wie Europe Today könne einen wichtigen Beitrag für gegenseitiges Verständnis und mehr gelebte europäische Einigung leisten, findet Thomas Heim.

Ähnlich wie beim Eurovision Song Contest gibt es für den Jugendkarlspreis nationale Vorausscheidungen in allen EU-Mitgliedsstaaten. Zum Projektteam von Europe Today, das sich in Schweden durchsetzen konnte, gehören über 30 junge Ehrenamtliche aus zwölf EU-Ländern.

Ihre Begeisterung für das Zusammenwachsen von Europa hatten die fünf Politikwissenschaftler schon länger entdeckt und führte sie zu Auslandsstudien nach Madrid, Warschau, Paris und Vilnius. „Die Universität Leipzig ist ausgezeichnet vernetzt“, berichtet Thomas Heim. So lernten die Leipziger Studenten eine kleine Gruppe von Enthusiasten aus Paris kennen, mit der man gemeinsam ein erstes Konzept für eine europäische Tageszeitung entwarf. „Am Anfang war es nur eine Idee, doch nach und nach fanden wir immer mehr Leute, die sich für unser Projekt begeisterten.“ Im Mai wollen sie eine erste Ausgabe aufs Papier bringen, um das Konzept in verschiedenen europäischen Hauptstädten zu testen.

„Wir haben noch ein Menge zu tun“, weiß Conrad Müller, „aber der Jugendkarlspreis wäre eine tolle Anerkennung unserer Arbeit und würde uns sehr helfen, das Projekt voranzubringen.“ Nun hoffen sie, dass es am 31. Mai auch auf europäischem Niveau mit einer Auszeichnung klappt.