Fünf Verletzte nach Verfolgungsjagd

Chemnitz – Bei der Verfolgungsjagd zwischen einem Polizeiauto und einem VW sind am Dienstagnachmittag in Chemnitz fünf Menschen verletzt worden.
Wie die Polizei mitteilte, hatten Beamte den Passat gegen 14.45 Uhr an der Hainstraße wegen eines nicht angelegten Sicherheitsgurtes anhalten wollen. Der Fahrer gab jedoch Gas und setzte seine Fahrt über den Sonnenberg in Richtung Hilbersdorf fort. Dabei überfuhr der VW mindestens zwei rote Ampeln und fuhr zeitweise entgegen der Fahrtrichtung.

Mehrere Streifenwagen sowie Beamte der Sächsischen Bereitschaftspolizei nahmen die Verfolgung auf. Kurz vor 15.00 Uhr blockierten Bereitschaftspolizisten mit einem Mercedes Sprinter die Fahrbahn in der Emilienstraße, um den VW-Fahrer zu stoppen. Der fuhr allerdings weiter und krachte in den Mercedes-Transporter.

Trotz der Kollision setzte der Fahrer seine Flucht zu Fuß über eine nahe Bahnanlage fort, wo er von weiteren, zu Hilfe geeilten Polizisten kurz vor
15 Uhr gestellt werden konnte. Bei dem Mann handelt es sich um einen 30-Jährigen, der anschließend zur Behandlung in ein Krankenhaus kam. Vier Polizeibeamte wurden ebenfalls verletzt und medizinisch versorgt.

Die Fahrzeuge wurden erheblich beschädigt. Die Höhe des Sachschadens schätzt man auf ungefähr 10.000 Euro. Die Ermittlungen zum konkreten Hergang des Geschehens und dem Motiv der Flucht dauern gegenwärtig an.

Die Straße war für mehrere Stunden gesperrt.