Funkmast sorgt noch immer für Diskussionen

Der geplante Bau eines Polizeifunkmastes in Frankenberg erregt noch immer die Gemüter.

Experten streiten darüber, wie gefährlich die Strahlung wirklich ist, die Anwohner fürchten um ihre Gesundheit. Am Donnerstagabend waren Vertreter der Landesregierung vor Ort in Frankenberg.

Der Plan war einfach und hinter verschlossenen Türen besiegelt: In Frankenberg sollte ein moderner Polizei-Funkmast errichtet werden. Doch als die Anwohner einer nur rund 500 Meter entfernten Wohnsiedlung davon erfuhren, regte sich schnell Widerstand.
Eine Bürgerinitiative gründete sich.

Keiner hatte mit ihnen vorab über das Projekt gesprochen, keiner hatte sie über die möglichen Gefahren des TETRA-BOS-Funks aufgeklärt. Die hochfrequente Strahlung steht unter dem Verdacht verschiedenste Gesundheitsprobleme hervorzurufen: Gedächnis- und Konzentrationsprobleme, Kopfschmerzen, Ausschläge und Schlafstörungen.

Nach längerem Hin und Her kommt jetzt wieder Bewegung in die Sache. Am Donnerstagabend trafen sich Vertreter des sächsischen Innenministeriums mit der Bürgerinitiative, dem Bürgermeister und Stadträten von Frankenberg.

Am Ende stand ein Kompromiss: ein Gutachten soll jetzt klären, ob der Standort des Funkmastes vielleicht doch geändert wird.

Interview: Rico Bretschneider – Bürgerinitiative Frankenberg

Das Fundament des 53 Meter hohen Funkmastes wurde bereits im vergangenen Herbst gelegt.
Die Kosten für einen Umzug wurden auf bis zu 280.000 Euro geschätzt.

Klar ist: der neue Polizei-Funk kommt nach Frankenberg. Doch wo genau, wird nun das Gutachten aus Bayern klären. Eine stärkere Bürgerbeteiligung vorab, hätte allerdings einige Querelen und Kosten erspart.

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