Fußball 2008: Randale blieben weitgehend aus

Die Sicherheit von Fußballspielen im Freistaat Sachsen hat sich im vergangenen Jahr deutlich verbessert.

Sämtliche Risikobegegnungen des vergangenen Jahres sind ohne Ausschreitungen verlaufen. Dieses Ergebnis ist auf die konsequente Umsetzung der im Gesamtkonzept Fußball vorgesehenen Maßnahmen zurückzuführen. Schwerpunkte des Konzeptes sind die gewaltpräventiven Fansozialarbeit, die Intensivierung der Strafverfolgung, die Verbesserung der Beweissicherung und Dokumentation sowie eine Verbesserung der Zusammenarbeit aller Beteiligten.

Innenminister Albrecht Buttolo: „Unser Konzept ist aufgegangen. Durch die Förderung von Fanprojekten, die bessere Zusammenarbeit aller Beteiligten und die konsequente Arbeit der Polizei ist die große Randale bei Fußballspielen im Freistaat Sachsen im zurückliegenden Jahr weitgehend ausgeblieben. Mit diesem Zwischenergebnis werden wir uns aber nicht zufrieden geben. Vielmehr werden alle vereinbarten Maßnahmen zur Verhinderung von Ausschreitungen weiter fortgesetzt.“ Zur Finanzierung der Fanprojekte und sonstiger Maßnahmen zur gewaltpräventiven Arbeit mit Fußballfans im Freistaat Sachsen wurden beginnend ab 2008 pro Saison Fördermittel in Höhe von rund 300.000 Euro zur Verfügung gestellt.

Aus diesen Mitteln werden derzeit Fanprojekte in Dresden, Leipzig, Chemnitz, Zwickau und Aue gefördert. Damit werden die Forderungen des Nationalen Konzepts Sport und Sicherheit im Freistaat Sachsen in vollem Umfang umgesetzt. In allen Städten, in denen im Umfeld von Fußballvereinen gewaltbereite Szenen existieren, erfolgt die Finanzierung der Fanprojekte im Wege der Drittelfinanzierung durch den Freistaat Sachsen, durch kommunale Mittel und durch den Deutschen Fußball-Bund (DFB).

Zusätzlich wird das Fanprojekt des VFC Plauen und die Einrichtung eines Fanbetreuerteams durch die SG Dynamo Dresden aus Mitteln nach der Förderrichtlinie Fanprojekte gefördert, ohne dass eine Bezuschussung durch den DFB erfolgt. Außerdem erhält der Sächsische Fußballverband Zuwendungen für die Koordinierung der Fanarbeit und –betreuung. Dadurch wird eine Vernetzung der Fanarbeit im Freistaat Sachsen und damit deren Effektivierung erreicht.Zur Verbesserung der Beweissicherung und Dazu gehört der Sonso-Copter.

Die umgangssprachlich Drohne genannte Kameratechnik kam mehrfach zum Einsatz. Aufgrund der positiven Erfahrungen wird das Pilotprojekt fortgesetzt. Die Polizei wird jetzt ein schwereres Fluggerät mit höherer Reichweite und besserer Windbeständigkeit testen. Die teilweise erheblichen polizeilichen Einsatzmaßnahmen zur Verhinderung von Störungen wurden unterstützt durch präventivpolizeiliche Maßnahmen gegen potentielle Gewalttäter. Diese wurden durch Aufenthaltsverbote und Meldeauflagen an der Anreise zu Risikospielen gehindert. Zusätzlich wurden sogenannte Gefährderansprachen geführt. Durch das Innenministerium wurde den Kommunen eine Musterpolizeiverordnung zur Verfügung gestellt, die sowohl Pflichten für den Veranstaltungsteilnehmer als auch für den Veranstalter festschreibt und im unmittelbaren Stadionumfeld Alkoholverbote vorsieht.

Die Inhalte der Musterpolizeiverordnung wurden bereits in Polizeiverordnungen einiger Städte des Freistaates Sachsen (z. B. Dresden, Chemnitz, Aue und Zwickau) übernommen. Außerdem gab es eine intensivere Zusammenarbeit und Abstimmung bei den relevanten Spielansetzungen.

So konnten vor allem Überschneidungen von Risikobegegnungen bzw. Reisewegen verhindert werden.Die Maßnahmen werden weiterhin konsequent umgesetzt. Alle Beteiligten, einschließlich der Fanprojekte werden weiter eng zusammenarbeiten um den jetzigen Sachstand zu bewahren und weiterhin Gewalttätigkeiten bei Fußballspielen konsequent zurückzudrängen.

Quelle: Sächsisches Staatsministerium des Innern

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