Fußgänger verletzt absichtlich Radfahrerin

Montagmittag wurde eine Radfahrerin auf dem Gehweg des Floßplatzes von einem Fußgänger verletzt.

Gegen 11:25 Uhr fuhr, so die Leipziger Polizei, eine 26-Jährige mit ihrem Fahrrad auf dem Gehweg des Floßplatzes in Richtung Riemannstraße, da es der Frau nach eigenen Angaben auf der stark befahrenen Straße zu gefährlich war. Plötzlich stellte sich ihr ein offenbar von Selbstjustiz beseelter 59-Jähriger mit ausgebreiteten Armen entgegen und schlug ihr in der weiteren Folge unvermittelt mit dem linken Unterarm gegen den Kopf, sodass sie von der rechten Pedale abrutschte, ins Straucheln kam und nur mit Mühe verhindern konnte, nicht auf der Fahrbahn zu Fall zu kommen. Polizeiberichten zufolge verletzte sie sich dabei leicht und ihre Brille wurde verbogen. Anschließend ging der Mann, trotz Aufforderung stehenzubleiben, einfach weiter in stadtauswärtige Richtung. Die Geschädigte rief daraufhin einen ihrer Mitbewohner ihrer Wohngemeinschaft an und bat diesen, ihr zu Hilfe zu kommen. Dem 29-Jährigen gelang es, in der weiteren Folge zusammen mit seiner Mitbewohnerin den 59-Jährigen vor einem Supermarkt in der Braustraße zu stellen. Dabei berührte der 29-Jährige den älteren Mann leicht an der Schulter, jedoch ohne ihn zu verletzten. Gegenüber den eintreffenden Beamten erstattete er dennoch Anzeige wegen Körperverletzung sowie falscher Verdächtigung gegen die 26-Jährige und ihren Mitbewohner, da er vehement bestritt, die Radfahrerin geschlagen zu haben. Allerdings gab er auch an, dass es nach seiner Meinung nicht sein kann, dass Radfahrer den Gehweg nutzen. Der 59-Jährige muss sich nun wegen eines gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr und Körperverletzung verantworten.