Gartenstadt Hellerau wird großes Sanierungsgebiet

Im kommenden Jahr wird die Gartenstadt Hellerau mit 150 Hektar das größte Sanierungsgebiet Sachsens und das wahrscheinlich größte Europas.

Zwischen 1909 und 1913 wurden die erste deutsche Gartenstadt Hellerau von Hermann Muthesius und Heinrich Tessenow nach einem Bebauungsplan von Richard Riemerschmid errichtet. 1913 wohnten hier etwa 400 Familien in 345 Kleinwohnhäusern. Später wurde der Marktplatz gebaut sowie weitere Siedlungen, die bis zur heutigen Autobahn und dem Flugplatz reichen.

Seit Ende 2005 ist Hellerau im Förderprogramm Städtebaulicher Denkmalschutz . Zunächst wurde mit der Sanierung des Festspielhauses begonnen. Jetzt soll die gesamte 150 Hektar große Gartenstadt saniert werden. Dazu hat die Steg innerhalb eines Jahres Feinkonzept erarbeitet.

Im kommenden Jahr soll das Feinkonzept in die einzelnen Ausschüsse, dann könnte schon mit den ersten Sanierungen begonnen werden. Ganz vorn steht die weitere Sanierung des Festspielhauses, der alten Schänke und des Torhauses an. Aber auch viele Neubauten sind geplant. Dabei werden historische Motive, wie sie bereits im Süden vorhanden sind, in die Planungen mit ein fließen.

Anwohner, die ihre Häuser denkmalgerecht sanieren wollen, bekommen
30 % Zuschüsse.

Bis 2008 soll das Feinkonzept zur Sanierung der Gartenstadt Hellerau fertig sein. Bund, Land und Stadt zahlen zusammen 12,7 Millionen Euro.

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