Gartentechnik: Diese 5 Geräte sollten in keinem Garten fehlen

Im Herbst genießen Gartenbesitzer die Früchte ihrer Arbeit. Weintrauben, selbst gezogene Melonen und Äpfel – neigt sich das Gartenjahr dem Ende, kann noch einmal richtig geerntet werden. Vorbei ist es mit der Gartenarbeit dann aber noch lange nicht. Gerade im Herbst wartet noch eine Menge Arbeit. Der Rasen will noch einmal gemäht werden, Sträucher oder Hecken sind zurückzuschneiden. Und sobald sich der Saft aus den Obstgehölzen zurückzieht, werden die Äste eingekürzt.

Nicht jeder kann dabei auf die Unterstützung eines renommierten Vereins zurückgreifen. Für viele diese Arbeiten setzen Gartenbesitzer also auf Helfer. Heckenschere, Rasenmäher oder Häcksler sind nur drei Beispiele. Welche Aufgabe erfüllen die Geräte? Und auf was ist bei der Auswahl zu achten? Schließlich ist nichts ärgerlicher, als beim ersten Ausprobieren festzustellen, dass der Häcksler viel zu laut arbeitet.

Rasenmäher: Die technische Basis

Wahrscheinlich eines der wichtigsten Geräte für jeden Garten ist der Rasenmäher. Die Funktionsweise ist denkbar einfach. Ein Motor versetzt eine Welle in Rotation, an welcher die Messer aus Metall befestigt sind. Heute verbreitet ist die Verwendung von Rasenmähern mit integriertem Fangkorb. Über die Philosophie dahinter kann sicher gestritten werden. Einige Punkte spielen aber immer eine Rolle – wie die Schnittbreite.

Welcher Rasenmäher ist nun der Richtige?
Entscheidend sind immer:

  • Bepflanzung
  • Neigung der Rasenflächen
  • Größe des Gartens.
Gartenarbeit, © adobestock; Hoda Bogdan

Wie wirken sich die einzelnen Aspekte auf die Wahl des Rasenmähers aus? Die Größe des Gartens entscheidet darüber, welche Größe und Leistung der Rasenmäher hat. Kleine bis mittelgroße Gärten lassen sich mit einem Elektro-Rasenmäher bearbeiten. Eine Schnittbreite von 33 Zentimetern ist hier ausreichend.

Größere Gartenflächen sind dagegen ein Fall für Mäher mit Verbrennungsmotor. Gerade, wenn eine gewisse Neigung des Gartens hinzukommt, sollte über ein Gerät mit Eigenantrieb nachgedacht werden. Hiermit wird das Mähen am Hang deutlich einfacher.

Natürlich ist für den großen Garten auch entscheidend, welche Schnittbreite der Rasenmäher hat. Die Devise lautet: Je größer der Durchmesser, desto schneller ist das Rasenmähen erledigt. Achtung: Bei der Auswahl des Mähers empfiehlt sich ein Auge auf die Höhenverstellbarkeit zu werfen. Gerade bei günstigen Elektrogeräten kann diese Funktion der Preispolitik zum Opfer fallen.

Tipp: Günstig muss in Bezug auf Gartengeräte wie Rasenmäher jedoch nicht zwangsläufig bedeuten, dass die Ware wichtige Funktionen nicht mitbringt. Es gibt viele Möglichkeiten, auch hochwertige Geräte zu günstigen Preisen zu bekommen. Eine Möglichkeit stellen hierbei Gutscheine dar, die oft recht ansehnliche Subventionen in diesem Bereich bieten. Wer zielgerichtet zugreift, kann durchaus einiges an Geld sparen.

Rasensprenger: Für trockene Sommer

Den ganzen Sommer über sattes Grün – besonders im Dürre-Sommer 2018 haben viele Gartenfreunde quasi dabei zusehen können, wie die Farbe sich immer mehr Richtung Brauntöne verändert hat.

Wer diese Situation nicht noch einmal erleben will, greift zum Rasensprenger. Letztere sorgen für eine automatische Beregnung, die Gießkanne setzt im Schuppen Staub an. Die grundlegende Funktionsweise ist vergleichbar einfach erklärt. Der Rasensprenger wird ans Wassernetz oder eine Pumpe aus der hauseigenen Zinsterne angeschlossen und beregnet in einem voreingestellten Zeitfenster Beete und Rasen.

Bei der Ausführung haben Gartenfreunde sprichwörtlich die Qual der Wahl. Es gibt unter anderem:

  • Kreisregner
  • Schwinghebelregner
  • Sprühregner
  • Viereckregner.

Was die verschiedenen Rasensprenger voneinander unterscheidet, ist die Arbeitsweise und die Anordnung der Düsen. Beispiel Viereckregner: Ausgestattet mit (in der Regel) beweglichen Düsen, wird dieses Modell gern zum Beregnen großer Flächen eingesetzt. Kreisregner sind auf der anderen

Seite sehr einfach zu installieren und zu bedienen, erreichen aber nicht eine ganz so effiziente Beregnung.

Vor dem Kauf ist auf jeden Fall darüber nachzudenken, welchen Zweck der Rasensprenger erfüllen muss. Auch in Bezug auf die Optik und Steuerung gibt es heute sehr große Unterschiede.

Heckenschere: Erleichtert die Gartenarbeit sehr

Kaum ein Garten kommt ohne sie aus. Heckenscheren sorgen für ein ansehnliches Bild im Garten und beeinflussen die Ästhetik in erheblichem Ausmaß. Der Bau- und Heimwerkerhandel bietet heute Modelle in alle Preisklassen an.

Zu den Unterschieden gehören:

  1. Antrieb
  2. Schwertlänge
  3. Gewicht.

Letzteres spielt eine Rolle, wenn sehr große Flächen zu bearbeiten sind. Nach 20 Minuten mit der Heckenschere macht es durchaus einen Unterschied, ob diese 3 Kilogramm oder 5 Kilogramm wiegt. Die grundlegende Funktion dürfte bekannt sein.

Das Schwert besteht aus zwei gegenläufig arbeitenden Metallplatten. Diese wirken wie eine Schere und werden zum Schneiden von Sträuchern eingesetzt. Bezüglich des Antriebs greifen viele Gartenbesitzer bei Elektro-Heckenscheren zu – und sind dann auf den Stromanschluss angewiesen. Benzinbetriebene Geräte sind unabhängiger, meist aber auch deutlich schwerer.

Tipp: Inzwischen bietet der Handel verstärkt auch Geräte mit Akkuantrieb an. Beim Kauf ist darauf zu achten, dass dessen Kapazität ausreicht und nicht nach fünf Minuten bereits ein empfindlicher Verlust bei der Leistung wahrzunehmen ist.

Wer sich für Heckenscheren mit Elektroantrieb entscheidet, sollte das Kabel immer im Auge behalten. Schon oft hat sich eine falsche Bewegung mit einem Kurzschluss bemerkbar gemacht – und einem zerschnittenen Kabel.

Vertikutierer: Der Rasen wird es danken

Auf den ersten Blick sehen sie wie ein Rasenmäher aus. Vertikutierer sind im Garten vor allem im Frühjahr und im Herbst im Einsatz. Es handelt sich hierbei um Geräte, welche die Grasnarbe „anritzen“ und dem Rasen somit zu neuem Glanz verhelfen sollen. Der Grund: Im Lauf eines Gartenjahres machen sich Gäste wie Moose im Rasen breit. Außerdem bleibt beim Mähen – auch mit Fangsack – immer ein Teil des Rasenschnitts liegen.

Wer den Rasen belüften und ihm bessere Lichtverhältnisse bis in die unteren Schichten verschaffen will, nimmt den Vertikutierer, um Rasenfilz zu entfernen und die Grasnarbe etwas aufzulockern.

Gänge Praxis ist heute die Verwendung eines elektrischen Vertikutierers. Hier ist darauf zu achten, dass die Messer nicht zu tief in den Boden eindringen. Sollte dies passieren, kann der Vertikutierer die Wurzeln des Rasens verletzen – und erreicht genau das Gegenteil des beabsichtigen Zwecks.

Tipp für die Auswahl: Besitzt der Vertikutierer einen eigenen Fangsack, wird die Arbeit erheblich leichter.

Häcksler: Damit alles seine Ordnung hat

Gartenarbeit, © adobestock; Utirolf

In jedem Garten fällt sehr viel Schnittgut an, das nicht einfach auf dem Kompost landen sollte. Heckenschnitt oder Zweige vom Rückschnitt der Obsthölzer sind ein Fall für Häcksler. Deren Aufgaben besteht darin, dieses Material zu zerkleinern – um auf diese Weise die Kompostierbarkeit oder den Transport zu erleichtern.

Durchgesetzt haben sich in den letzten Jahren zwei verschiedene Bauweisen:

  1. Häcksler mit Messern
  2. Walzen-Häcksler.

Der Messer-Häcksler hat den Vorteil einer schnellen Arbeitsweise. Allerdings ist das Schnittgut nur bedingt kompostierbar. Zudem ist der Häcksler im Betrieb sehr laut, was die Nachbarn nicht unbedingt freut.

Auf der anderen Seite hat der Walzen-Häcksler den Vorteil eines leisen Betriebs. Zudem ist das Schnittgut sehr gut für den Kompost oder als zusätzlicher Dünger geeignet. Auf der anderen Seite braucht es deutlich länger, mit diesem Häcksler Schnittgut zu verarbeiten. Letztlich spielen auch die Kosten eine Rolle. Beim Anschaffungspreis reicht der Spielraum von rund 100 EUR bis über die 1.000-EUR-Marke. Letztere Geräte sind allerdings schon sehr leistungsstark und wollen beim Häckseln in Frühjahr und Herbst natürlich entsprechend gefordert werden.

Wichtig: Die Arbeit mit einem Gartenhäcksler ist nicht ungefährlich. Neben Handschuhen sollten auch der Gehörschutz sowie eine Schutzbrille zur Ausrüstung gehören. Gerade beim Messer-Häcksler, der Schnittgut nicht selbsttätig nachfördert, kann es sonst zu schmerzhaften Verletzungen kommen – die auch zu einem medizinischen Notfall werden.

Fazit: Immer für das richtige Gerät entscheiden

Es gibt Gartengeräte, an denen kommen Hausbesitzer und Gartenfreunde einfach nicht vorbei. Im Gegenteil: Rasenmäher und Co. sind das Must-have für die Kleingarten-Parzelle oder das Stück „eigene Scholle“. Die Auswahl ist allerdings gar nicht so einfach. Beim Rasenmäher gibt es inzwischen auch die Möglichkeit, zu einem Mähroboter zu greifen. Ob sich dessen Einsatz lohnt, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Ähnlich schwierig die Entscheidung bei der Heckenschere oder wenn es um den Häcksler geht. Jeder Gartenbesitzer sollte sich vor dem Kauf fragen, welchen Zweck die Geräte erfüllen sollen – um dann die richtige Entscheidung treffen zu können.