Gastronomie kann mit Potential der Messestadt nicht mithalten

Holm Retsch, der Chef vom Hotel- und Gasstättenverband DEHOGA, fordert von den Leipziger Gastronomen Öffnungszeiten rund um die Uhr.

Eigentlich ist Leipzig im Trend. Die Bewohner- und Besucherzahlen steigen kontinuierlich. Vermutlich dauert es auch nicht mehr lange bis Leipzig die 600.000 Einwohner-Marke knackt. Doch ausgerechnet die Gastronomie kann mit dem Potential der Messestadt nicht mithalten.

Genau aus diesem Grund fordert der Chef vom Hotel- und Gaststättenverband DEHOGA, Holm Retsch, gegenüber der Leipziger Volkszeitung ein rund um die Uhr geöffnetes Gastgewerbe.Doch in Leipzig ist aktuell genau das Gegenteil zu verzeichnen. Seit der Einführung des Mindestlohns im Januar 2015 mussten viele Wirte die Öffnungszeiten ihrer Lokale verkürzen.

Viele Gastronomen beklagen sich außerdem über die generelle Personalknappheit und könnten zusätzliche Angestellte nur schwer finanzieren

Ist es also überhaupt nötig und sinnvoll Bars, Cafes und Restaurants rund um die Uhr zu öffnen? Wir haben uns in Leipzig umgehört, wie die Bevölkerung dieses Angebot aufgreifen würde.

Ein möglicher Kompromiss für das Gastgewerbe könnte laut Retsch wie folgt aussehen: Durch die Einführung von flexiblen Wochen- oder Monatsarbeitszeiten könnten die Angestellten – je nach Bedarf – künftig an manchen Wochentagen mehr als 10 Stunden, an anderen wiederum verkürzt arbeiten. Damit könnte man sowohl Gastronomen, Mitarbeitern als auch Gästen gerecht werden.

Der DEHOGA-Chef Holm Retsch selbst stand am Dienstag leider nicht für eine Stellungnahme gegenüber Leipzig Fernsehen zur Verfügung.