Gasversorger sieht Politik bei Finanzierung von Vorräten in Pflicht

Sachsen- Die Mitgas Mitteldeutsche Gasversorgung GmbH sieht bei der gesetzlich vorgeschriebenen Füllmenge von Speichern auch die Politik in der Pflicht.

Das von Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) vorangetriebene Gesetz sei vernünftig, «Wenn wir die Speicher aber zu den gegenwärtig hohen Preisen füllen, kostet das sehr viel Geld sagte Geschäftsführer Andreas Auerbach der Deutschen Presse-Agentur. Das Befüllen der Speicher müsse vorfinanziert werden. Man könne das Preisrisiko nicht den Versorgern allein überlassen. Mit Blick auf die Debatte um einen möglichen Lieferstopp von russischem Gas sagte Auerbach: «Wir brauchen russisches Erdgas, um die Speicher zu füllen. Das gilt mindestens für die nächsten beiden Winter, schlimmstenfalls noch für einen dritten.» Wenn über Nacht der Hahn abgedreht werde, könnten die Speicher nicht vollständig gefüllt werden. «Und wenn es dann richtig kalt wird, gelangen wir in eine Situation, die wir Gasmangellage nennen». Dann müsste man Verbraucher abschalten, das werde zuerst die Industrie treffen. (dpa)