Gauck beklagt „neue Ängstlichkeit“ in Ostdeutschland

Am Donnerstag Nachmittag wurde die sonstige Konzerthalle der Arena Leipzig zu einem Diskussionsforum. Zusammen mit Bundespräsident Joachim Gauck und anderen Vertretern des Alltags, wurde über das Thema „In Welcher Gesellschaft wollen wir leben?“ diskutiert.

Bei der ersten Podiumsdiskussion zum Katholikentag lag der Schwerpunkt eindeutig auf der Flüchtlingskriese. Gauck beklagte dabei die „Neuen Ängstlichkeit“. Zwar sei die Angst vor dem Fremden allen Gesellschaften eigen, doch hat die Vergangenheit gezeigt dass diese Ängste meist unbegründet seien.

Zur Unterstützung seiner Ansichten die Flüchtlingsdebatte aus einer weltoffenen Perspektive zu betrachten, brachte er auch seine eigenen Erfahrungen ein.

Im Rahmen der Diskussion wurde vor allem auf die Angst vor dem Fremden, gerade im Osten der Bevölkerung hingewiesen. Gauck sieht einen Grund darin, in der mangelnden Erfahrung mit Ausländern gerade im Osten des Landes. Bis zum Sonntag werden weitere Diskussionsrunden mit verschiedensten Vertretern aus Politik und Religion folgen. Das Thema Flüchtlinge und neue Gesellschaft, auch in Verbindung mit christlichen Tugenden, wird wohl auch dabei weiter eine Rolle spielen.