Gaunertrio auf Beutezug

Am Freitagmittag, gegen 13.00 Uhr, betrat ein junges Pärchen (Anfang 20) ein Bekleidungsgeschäft am Gutenbergplatz.

Beide verwickelten den 43-jährigen Verkäufer in ein fingiertes Beratungsgespräch. Letztlich versuchten sie mehrfach, einige Artikel mit verschiedenen Geldkarten zu bezahlen, wobei stets eine Fehlermeldung auftrat. Unter dem Vorwand, Bargeld besorgen zu wollen, verließen die beiden das Geschäft dann wieder und waren nicht mehr gesehen.

Ihr Ziel hatten sie ja schon erreicht. Sie hatten den Verkäufer erfolgreich von ihrer offenkundigen Komplizin (ebenfalls etwa 20 Jahr alt) abgelenkt. Diese war zwischenzeitlich in das Geschäft gekommen und verliebte sich dort unsterblich in einen teuren Lammfellmantel. Unbemerkt und unbezahlt verschwand das 1.700 Euro-Stück anschließend aus den Verkaufsräumen.

Leider unterlief dem Gaunertrio – zumindest aus Tätersicht – ein kleiner Schönheitsfehler. In all der Hektik vergaßen sie eine Mappe mit diversen Unterlagen, auf welchen zwei Namen zu lesen waren. Deren Prüfung ergab Geburtsorte in Litauen und der Ukraine, was auch das gebrochene Deutsch des Pärchens erklären könnte. Die Ermittlungen laufen.