Geburtenhoch in Dresden setzt sich auch 2010 fort

Im Uniklinikum Dresden fanden erstmals mehr als 100 Mehrlingsgeburten statt und mehr als 2200 Babys wurden zur Welt gebracht. +++

Mit 1.121 weiblichen und 1.090 männlichen Neugeborenen stellen die 2010er Zahlen des Uniklinikums langjährige Statistiken auf den Kopf: In der Regel werden mehr Jungs als Mädchen geboren. So auch 2009, als 995 weibliche und 1.023 männliche Babys das Licht der Welt an der Pfotenhauer Straße erblick­ten. Insgesamt wurden damit 193 Kinder mehr geboren als im Vorjahreszeitraum (2009: 2.018; 2010: 2.211). Dementsprechend stieg die Zahl der Geburten von 1.923 im Jahr 2009 auf nun 2.107. Darunter waren im vergangenen Jahr 101 Mehrlingsgeburten (2009: 90), wobei es bei den Zwillingspärchen einen deutlichen Anstieg von 85 im Jahr 2009 auf nun 98 gab. Bei den Drillingsgeburten dagegen waren es im vergangenen Jahr drei; zwei weniger als 2009. Als Perinatalzentrum Dresden betreut das Kinder-Frauenzentrum werdende Mütter aus ganz Ostsachsen, bei denen Ärzte eine Risikoschwangerschaft diagnostizierten. Das ist unter anderem der Fall, wenn sich Mehrlinge ankündigen.

Ein Neues Screening-Angebot nimmt den Eltern die Sorge um ihr Baby. Ende vergangenen Jahres hat die Uni-Frauenklinik ihr Angebot in der vorgeburtlichen Diagnostik deutlich erweitert: Als eine der ersten Kliniken in Deutschland richtete der Bereich Pränatalmedizin eine Erst-Trimester-Kliniksprechstunde für Frauen in der elften bis 14. Schwangerschaftswoche ein. In diesem Rahmen bieten die Ärzte ein erweitertes Screening vor allem für Patientinnen mit erhöhten Komplikationsrisiken an: Dies ist vor allem für werdende Mütter wichtig, die bei vorhergehenden Schwangerschaften eine Präeklampsie – im Volksmund Schwangerschaftsvergiftung – erlitten haben oder beispielsweise an Bluthochdruck oder Nierenerkrankungen leiden. „Diese Frauen können wir dank der Ergebnisse des erweiterten Screenings besser und umfassender beraten.
Häufig ist es sogar möglich, ihnen die Sorgen um Komplikationen zu nehmen“, sagt Prof. Michael Albrecht, Medizinischer Vorstand des Universitätsklinikums. So errechnen die Ärzte bestimmte Risiken – etwa für schwangerschaftsbedingten Bluthochdruck oder die Präeklampsie.
Dies ist besonders effektiv für deren schwere Frühform: Bei etwa 90 Prozent der Schwangerschaften, die diese Frühform entwickeln werden, können die Experten der Uni-Frauenklinik das entsprechende Risiko erkennen. Die betroffenen Mütter erhalten dann eine unmittelbar nach den Untersuchungen beginnende individuelle Betreuung.

Um den werdenden Eltern erste Informationen zur Geburt im Klinikum zu geben und die Schwangeren bis zur Geburt zu beraten, bietet die Uni-Frauenklinik eine Hebammen-Sprechstunde an. Abgestimmt auf die in dieser Zeit der Schwangerschaft oft noch berufstätigen Mütter stehen die Hebammen für individuelle Sprechstunden zur Verfügung. Interessierte können sich dafür telefonisch unter der 0351 / 458 23 65 anmelden oder jeden 2. und 4. Dienstag im Monat zum Informationsabend für werdende Eltern ins Universitäts Kinder-Frauernzentrum kommen.

Quelle: Universitätsklinikum Carl Gustav

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