Geburtenhoch in Sachsen: Neuer Spitzenwert nach der Wendezeit

Im Jahr 2011 kamen im Freistaat rund 34.400 Kinder zur Welt. Das geht aus dem Bericht des Landesamtes für Statistik in Kamenz hervor. Dieser Wert knüpft dabei an den bisherigen Trend an und markiert gleichzeitig die höchste Zahl seit 1990. +++

Besonders fleißig waren die Eltern in Dresden und Leipzig. Mit 11,2 bzw. 10,4 Neugeborenen pro 1.000 Einwohner liegen die Landeshauptstadt und die Leipziger Region sogar über dem sachsenweiten Durchschnitt von 8,3.

Dennoch hat sich im Vergleich zu den Jahren kurz nach der Wendezeit einiges verändert. Während die Mütter bei der Geburt des ersten Kindes zwischen 20 und 25 Jahre alt waren, bekommen Frauen in der heutigen Zeit den Nachwuchs im Durchschnitt erst mit Anfang 30.

Aus den steigenden Geburtenzahlen ergeben sich allerdings nicht nur Vorteile. Bei dem immer noch vorherrschenden Mangel an Betreuungsplätzen in Sachsen stellen die neuen Zahlen sowohl Eltern als auch den Freistaat vor neue Herausforderungen. Gerade im Hinblick auf die gesetzliche Vorgabe ab August 2013, jedem Kind einen Betreuungsplatz per Gesetz zuzusichern, dürfte das Geburtenhoch problematisch werden.