Gedenken an Dresdner Juden vor der Kreuzkirche

Am Donnerstag fand die traditionelle Namenslesung von im Nationalsozialismus ermordeten Dresdner Juden sowie Sinti und Roma statt. Viele Schüler waren anwesend, sonst hielt sich die Teilnahme in Grenzen. +++

Gewöhnliche deutsche Namen, Dresdner – mit jüdischer Abstammung. Hinter jedem steckt ein Leben, dass zu früh beendet wurde. Vor der Gedenktafel der Kreuzkirche fand am Donnerstag wieder die traditionelle Namenslesung der im Dritten Reich ermordeten Juden sowie Sinti und Roma statt. Es lasen Dresdner Schüler, Bürger und Politiker.

Die 1953 Namen der verstorbenen Dresdner Juden sind dem „Buch der Erinnerungen“ entnommen.

7000 Juden wurden in Dresden durch die Rassengesetze verfolgt. Hier werden diejenigen genannt, von denen man weiß, dass sie in einem Konzentrationslager starben, sich das Leben nahmen oder nach der Deportation verschollen.

Die Lesung von 12 bis 14 Uhr stieß nicht gerade auf reges Interesse. Zu den Zuhörern gehörten vor allem Schüler und Menschen, die diese Tradition schon seit Jahren verfolgen.
Die Lesungen gibt es seit 1999 in Dresden.

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