Gedenken an Leipziger Bombenopfer von 1943

Leipzig - Die Glocken des Turms der Hauptkapelle am Südfriedhof läuteten am Dienstag für die Opfer der Bombenangriffe im Zweiten Weltkrieg. Besonders verheerend war der Angriff in der Nacht vom 3. auf den 4. Dezember, also vor genau 75 Jahren. 

Damals verloren mehr als 1.800 Menschen Ihr Leben in der Messestadt. 
Anlässlich dieses Jahrestages haben Oberbürgermeister Burkhard Jung, Vertreter der Stadtverwaltung, von Vereinen und Stiftungen sowie des Volksbundes Deutscher Kriegsgräberfürsorge der Opfer gedacht. 

Für deren stellvertretenden Vorsitzenden, Dr. Günter Schmidt, hat dieses Ereignis auch nach so vielen Jahren nicht an Bedeutung verloren.

Mit einer symbolischen Kranzniederlegung am Gedenkkreuz und der darauffolgenden Schweigeminute wurde der Toten gedacht. 

© Leipzig Fernsehen
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Dass in Leipzig nicht noch mehr als 1.800 Menschen gestorben waren, liegt vermutlich an der Tatsache, dass sich viele Einwohner nicht an die Anordnung hielten. Sie ergriffen rechtzeitig die Flucht, anstatt bis zur Entwarnung in den Kellern zu bleiben. 

Dennoch gilt diese Nacht als schlimmes Ereignis der Leipziger Geschichte. Auch Dr. Schmidt kann sich diese Schreckensnacht nur schwer vorstellen.  

Durch den Luftangriff wurden rund 140.000 Einwohner, also rund ein Fünftel der Leipziger Bevölkerung obdachlos. Es war der schwerste Luftangriff des Zweiten Weltkrieges auf die Messestadt.