Gedenken an Opfer des NS-Regimes

Chemnitz – Mit einer Kranzniederlegung ist am Freitag in Chemnitz an die Verbrechen des Nationalsozialismus erinnert worden.

Zahlreiche Chemnitzer – darunter Vertreter aus Politik und Gesellschaft – kamen dazu am Vormittag zum Mahnmal im Park der Opfer des Faschismus. Bürgermeister Miko Runkel erinnerte in seiner Rede an die Millionen jüdischen Opfer der nationalsozialistischen Rassenideologie, aber auch an die zahlreichen weiteren Gruppen, die zwischen 1933 und 1945 verfolgt und getötet wurden.

In diesem Jahr legte Tom Haus vom Lesben- und Schwulenverband Sachsen den Fokus auf die Lebensumstände von Homosexuellen. Während der NS-Zeit wurden auch sie offen diskriminiert, verfolgt und in Konzentrationslagern ermordet. Mehr als 60 Jahre nach Kriegsende sei es wichtig, dass die Opfer nicht in Vergessenheit geraten und Zeichen gegen Diskriminierung jeglicher Art und für Toleranz gesetzt werden.

Die Gedenkfeier findet seit 20 Jahren immer am 27. Januar statt und erinnert an die Befreiung des KZs Auschwitz im Jahr 1945 durch sowjetische Truppen.