Gedenken an Widerstandskämpfer

Leipzig – Es ist ein denkwürdiger Tag, der 20. Juli, besonders für die Nachkommen von den Opfern der NS-Diktatur. Vor 74 Jahren plante das militärische Zentrum ein Attentat auf Adolf Hitler. Eine scharf gemachte Bombe sollte Hitler bei einer Besprechung im Führerquartier töten und einen Machtwechsel einleiten. Die Sprengladung verletzte den damaligen Führer allerdings nur leicht und der Staatsstreich scheiterte. Auch in Leipzig bleibt der historische Tag nicht unvergessen.

In der General-Olbricht-Kaserne veranstaltete das Ausbildungskommando eine Gedenkfeier mit einer Kranzniederlegung. Olbricht selbst war damals General der Infanterie und beim Putschversuch am 20.Juli 1944 maßgeblich beteiligt. Nach dem Scheitern wurde er auf Veranlassung in der darauffolgenden Nacht in Berlin erschossen. Es gibt mehrere Gründe, an den historischen Tag zu gedenken, weiß auch der Chef des Requirierungskommandos, Oberst Georg Oel. Das Gedenken sollte aber nicht nur die ältere Generation einschließen, sondern auch jungen Leute. Immer mehr Jugendliche können mit dem historischen Datum keine Verbindung zum Hitler-Attentat herstellen.