Gedenkmarsch für getöteten Kamal K. – Rund 1.200 Menschen demonstrieren friedlich

Der Leipziger Teil der bundesweiten Kampagne „Rassismus tötet!“ gedachte am Samstag mit einer Demonstration den Opfern rechter Gewalt. Außerdem war es ein Gedenkmarsch für den vor zwei Jahren in Leipzig getöteten Kamal K. +++

Der damals 19-jährige Iraker Kamal K. wurde im Oktober 2010 von zwei Neonazis in der Nähe des Leipziger Hauptbahnhofs erstochen. Ihm zu Ehren und um auf die vielen Opfer von Rassismus und rechter Gewalt aufmerksam zu machen, zogen rund 1.200 Menschen vom Südplatz über den Leipziger Ring bis nach Lindenau. Bis auf zwei Zündungen von Pyrotechnik blieb die von der Polizei begleitete Demonstration friedlich.

Die Kampagne „Rassismus tötet!“ wollte mit der Demonstration einerseits an die Menschen erinnern, die aus rassistischen und anderen menschenverachtenden Motiven ermordet wurden und andererseits die gesellschaftlichen Ursachen dieser krassesten Ausformung von Rassismus und Diskriminierung thematisieren. Dazu gehört u.a. auch die staatliche Asyl- und Flüchtlingspolitik. Wichtige Anknüpfungspunkte der Kampagne waren bestehende antirassistische Kämpfe, wie z.B. der jüngst erfolgte Flüchtlingsprotestmarsch, der auch durch Leipzig führte.