Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus

Am Sonntag gedenken die Dresdner der Opfer des Nationalsozialismus. In der Gedenkstätte Münchner Platz findet dazu ab 16 Uhr eine Gedenkveranstaltung mit dem Münchner-Platz-Komitee statt. +++

Der Zweite Bürgermeister Detlef Sittel hält in Vertretung der Oberbürgermeisterin ein Grußwort. Zum Gedenken sagt er: „In Vorbereitung auf den 13. Februar ist von politischer Verdrossenheit oder Gleichgültigkeit der Dresdner Bevölkerung keine Spur. Die Dresdnerinnen und Dresdner kennen ihre geschichtliche Verantwortung. Der heutige Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus fällt in eine Zeit aktiver Auseinandersetzung und ist im Vorbereitungsprozess zu den Aktionen am 13. Februar ganz wichtig.“ Um 14 Uhr findet eine öffentliche Führung durch die neue Dauerausstellung der Gedenkstätte statt. Vor 16 Uhr und nach 17 Uhr besteht die Möglichkeit, diese Ausstellung zu besichtigen.

Eine weitere Veranstaltung findet im Plenarsaal im Sächsischen Landtag ab 14 Uhr statt. In Vertretung der Oberbürgermeisterin nimmt Bürgermeister Winfried Lehmann daran teil. Am Montag, 28. Januar, findet vor der Gedenktafel der Kreuzkirche am Dresdner Altmarkt wieder die traditionelle Namenslesung der in der Zeit des Nationalsozialismus ermordeten Dresdner Jüdinnen und Juden und Sinti und Roma statt. Beginn ist 12 Uhr. Es lesen Dresdner Schülerinnen und Schüler, Bürgerinnen und Bürger, Bürgermeister Hartmut Vorjohann als Vertreter der Stadt sowie Politikerinnen und Politiker. Ein Vertreter der jüdischen Gemeinde spricht um 13.30 Uhr und zum Abschluss das Kaddisch. Die 1953 Namen der ermordeten oder verschollenen Dresdner Jüdinnen und Juden sind dem im Jahr 2006 erschienenen „Buch der Erinnerung” entnommen.

Von den über 7000 durch die Rassegesetze verfolgten Juden in Dresden und den umliegenden Orten sind im „Buch der Erinnerung” diejenigen genannt, von denen wir wissen, dass sie in einem Konzentrationslager ums Leben kamen, sich das Leben nahmen oder nach der Deportation als verschollen gelten. Das Buch liegt während der Lesung in der Kirche aus, dort kann man noch mehr über ihr Leben und Schicksal erfahren. Die Lesungen begannen in Dresden während der Forschungsarbeiten zum Buch, 1999. Veranstalter sind die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Dresden e. V., der Evangelisch-Lutherische Kirchenbezirk Dresden-Mitte, die Kreuzkirchgemeinde und das Ökumenische Informationszentrum e. V., mit freundlicher Unterstützung durch die Landeshauptstadt Dresden.

Quelle: Landeshaupststadt Dresden

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