Gedenkwoche zum 10. Todestag von Marwa El-Sherbini

Dresden - In diesem Jahr jährt sich die Ermordung der Ägypterin Marwa El-Sherbini zum zehnten Mal. Anlässlich des zehnten Todestages von El-Sherbini ist eine Gedenkwoche mit mehreren Veranstaltungen geplant. Ein rassistisch motivierter Täter hatte sie am 1. Juli 2009 im Dresdner Landgericht getötet. Seither wird jedes Jahr daran gedacht, um ein Zeichen gegen Menschenfeindlichkeit und Diskriminierung zu setzen und an die Opfer zu erinnern.

Montag, 1. Juli 2019, 13 Uhr:

Offizielle Gedenkveranstaltung im Landgericht

Montag, 1. Juli 2019, 17 Uhr:

Ökumenisches Friedensgebet zum Gedenken an Marwa El-Sherbini in der Kreuzkirche

Dienstag, 2. Juli 2019, 17 Uhr:

Vernissage zur Fotoausstellung "Wir sind Dresdnerinnen" im Festsaal des Rathauses

Mittwoch, 03. Juli 2019, 19.30 Uhr, Zentralbibliothek Dresden:

Podiumsgespräch "Tödliche Realitäten. Der rassistische Mord an Marwa El-Sherbini". Youmna Faoud Anwar Adelaziz, Dr. Kati Lang, Sophie Albeiruti und Andrea Hübler erinnern an den rassistischen Mord und sprechen über Kontinuitäten von Menschenfeindlichkeit und Rassismus bis heute.

Donnerstag, 04. Juli 2019, 16 Uhr, Landgericht Dresden:

Mahngang "Auf den Spuren Marwas". Dieser Mahngang soll an Marwa El-Sherbini erinnern und wichtige Stationen ihres Lebens zeigen. Treffpunkt ist vor dem Landgericht Dresden.

Donnerstag, 04. Juli 2019, 18 Uhr, Johannstädter Kulturtreff e. V.:

Buchlesung "Feindbild Islam und institutioneller Rassismus". Der Menschenrechtsanwalt Eberhardt Schultz liest aus seiner 2018 erschienenen Falldokumentation und erläutert, welche Rolle der »institutionelle Rassismus« in der heutigen Form des antimuslimischen Ressentiments spielt und wie dessen Ausbreitung unsere Demokratie gefährdet.

Freitag, 05. Juli 2019, 19 Uhr, Kunsthaus Dresden:

Rassismus, Migration und die Konstruktion des „Fremden“ in der DDR. Die Veranstaltung bietet sowohl historische Perspektiven auf Fremdenfeindlichkeit und Rassismus in der BRD und DDR, als auch aktuelle Analysen. Möglichkeiten des solidarischen Agierens mit Betroffenen werden in den Blick genommen.