Gefährliche Ecke – Bautzner Straße/ Rothenburger Straße Dresden

Nachdem tragischen Tod einer 26-Jährigen Radfahrerin in der Dresdner Neustadt wird über das Gefahrenpotential der Ampelkreuzung diskutiert. Die Stadt wusste von der schwierigen Verkehrssituation.

Ein weißes Fahrrad und Kerzen erinnern an dem tragischen Tod einer 26-jährigen Radfahrerin an der Kreuzung Rothenburger Straße /Ecke Bautzner Straße. Am 8. Februar fuhr ein Lastwagenfahrer auf der Bautzner Straße so nah am rechten Bordstein, dass er mit der Frau kollidierte. Laut des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs hätte dieser Unfall verhindert werden können. Seit fünf Jahren macht der Verein die Stadt auf die schwierige Situation für die Verkehrsteilnehmer an dieser Ampelkreuzung aufmerksam. 2013 wurde die Kreuzung neu gebaut. Der Beschluss des Stadtrats wurde dabei nicht beachtet. Das Problem ist weiterhin der fehlende Fahrradweg. Auch Anlieger haben sich vor Jahren für eine Veränderung der Verkehrsführung eingesetzt. Rolf Leonhardt, Inhaber der Kronenapotheke hat die Stadt direkt angeschrieben. Sein Arbeitsweg führt seit Jahren über diese Kreuzung. Auch die Anteilnahme der Passanten am Tod der Radfahrerin ist hoch. Doch für wie gefährlich schätzen die Dresdner die Kreuzung ein?

Auf unsere Anfrage bei der Stadt, zeigt sich Reinhard Koettnitz vom Straßen- und Tiefbauamt betroffen, wolle jedoch zunächst die Unfallanalyse der Polizei abwarten bevor Schlussfolgerungen gezogen werden können. Eine schnelle Änderung der Verkehrsführung an der Kreuzung wird es wahrscheinlich nicht geben. Laut des Straßen- und Tiefbauamtes soll die Kreuzung frühstens 2017 umgestaltet werden.