Gefährliche Körperverletzung in Asylbewerberheim

Plauen: Eine Frau teilte am Sonntagabend kurz vor 20 Uhr über Notruf 110 eine tätliche Auseinandersetzung zwischen ca. 20 Personen im Asylbewerberheim mit.

Es wäre Reizgas versprüht worden und man habe mit Messern gedroht.

Nach Einsatz aller zeitnah verfügbaren Einsatzkräfte wurde bekannt, dass es sich um eine Auseinandersetzung unter Asylbewerbern handelte.

Ein 27-jähriger Libanese hatte einen 28-jährigen Landsmann während dem Abendessen aufgesucht, um einen seit längerer Zeit andauernden Streit zu klären. Der trat dem 27-Jährigen mit einem Küchenmesser in der Hand gegenüber, ohne ihm jedoch zu drohen. Der Jüngere fasste die Situation irrtümlicherweise als Bedrohung auf und sprühte zu seiner Verteidigung mit Reizgas auf seinen Widersacher, der wiederum mit eigenem Reizgas zurücksprühte. Hierbei erlitten beide Männer leichte Verletzungen im Bereich der Augen und Atemwege.

Die Polizei deeskalierte den Konflikt, so dass bald wieder Ruhe im Heim einzog. Während dem Einsatz wurde ein 47-jähriger Beamter durch einen unbeteiligten 28-jährigen irakischen Asylbewerber mit Worten bedroht.

Gegen den Iraker und die beiden Libanesen wurden Anzeigen erstattet.