Gefälschte Textilien bei Durchsuchungen sichergestellt

Dresdner Zollfahnder entdeckten bei der Durchsuchung der Räumlichkeiten eines 22–Jährigen im Raum Dresden rund  3.700 Kleidungsstücke, Dutzende Speicherkarten und ca. 45.000 Euro, die mutmaßlich aus dem Verkauf von Plagiaten stammen. +++

Einen schwunghaften Handel mit gefälschten Textilien und digitalen Speicherkarten deckten Ermittler des Zollfahndungsamtes Dresden auf. Bei der Durchsuchung der Räumlichkeiten eines 22–Jährigen im Raum Dresden stellten sie rund 3.700 Kleidungsstücke und mehrereDutzend Speicherkarten sicher.
Auf den Beschuldigten aufmerksam wurden zunächst Zöllner am Flughafen Leipzig / Halle, als sie mehrere Warensendungen aus Hongkong für den Mann abfertigten. Die Sendungen enthielten insgesamt 550 digitale Speicherkarten verschiedener Marken.
Bei der Beschau der Waren hegten die Zöllner den Verdacht, dass es sich bei den Speicherkarten um Plagiate handeln könnte.Sie schalteten die betroffenen Hersteller der Originalware ein, die den Verdacht bestätigten.
Die Staatsanwaltschaft Dresden und das Zollfahndungsamt Dresden übernahmen die weiteren Ermittlungen wegen des Verdachts der strafbaren gewerbsmäßigen Kennzeichenverletzung nach dem Markengesetz. Dabei zeigte sich, dass der 22-Jährige schon seit mehreren Monaten einen schwunghaften Handel mit digitalen Speicherkarten über das Internet trieb und damit beträchtliche Umsätze erzielte.

Mitte März 2015 durchsuchten Beamte des Zollfahndungsamtes Dresden auf richterlichen Beschluss hin die Wohnung des 22-Jährigen und ein von ihm angemietetes Lager im Raum Dresden. Dabei fanden sie zwar nur eine kleine Anzahl Speicherkarten, dafür aber zu ihrer Überraschung rund 4000 Bekleidungsstücke verschiedener Marken.
Auch bei diesen vermuteten die Fahnder, dass es sich um Plagiate handeln könnte.
Sie stellten zunächst Muster der Textilien zur Begutachtung sicher und versiegelten das Lager mit der Ware. Nachdem nun die Gutachten der betroffenen Rechtsinhaber vorliegen, steht fest: rund 3.700 Kleidungsstücke sind Fälschungen ! Sämtliche Fälschungen wurden sichergestellt und in ein Asservatelager des Zolls verbracht.
Im Rahmen der Vermögensabschöpfung sicherten die Zollfahnder bei dem Beschuldigten zudem rund 45.000 Euro, die mutmaßlich aus dem Verkauf von Plagiaten stammen.
Strafbare gewerbsmäßige Kennzeichenverletzung kann nach dem Markengesetz mit Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren geahndet werden.

Quelle: Zollfahndungsamt Dresden