Gefahr durch Beifuß-Ambrosie darf nicht unterschätzt werden

Im Zusammenhang mit Baumaßnahmen im Regierungsviertel wurde auf einem Grundstück des Freistaates Sachsen eine Vielzahl von Pflanzen der hochallergenen Beifußblättrigen Ambrosie (Ambrosia artemisiifolia) gefunden.+++

Die Beifußblättrige Ambrosie besitzt ein im hohen Maße allergenes Potential und stellt daher ein erhebliches Gesundheitsrisiko für Menschen dar. Die Wirkung reicht von der Kontaktdermatitis (bei Berührung) über die Entwicklung eines allergischen Schnupfens bis zum allergischem Asthma und allergischen Schock.

Besonders gefährlich sind hierbei die von der Pflanze während der Blütezeit produzierten Pollen, wovon bereits eine geringe Anzahl pro Kubikmeter Luft ausreicht, um sensibilisierend oder allergieauslösend zu wirken. Das Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz hat als oberste Gesundheitsbehörde mit Unterstützung des Staatsministeriums für Umwelt und Landwirtschaft unverzüglich erste Schritte eingeleitet.

Die Pflanzen wurden noch vor Ausbildung der Blütenstände mechanisch beseitigt.»Gartenbesitzer sollten gegebenenfalls in ihren Gärten vorhandene Pflanzen mit den Wurzeln ausreißen und in einer Plastiktüte über den Hausmüll entsorgen. Unbedingt anzuraten ist die Verwendung von Schutzhandschuhen und – im Falle der bereits eingetretenen Blüte – eines geeigneten Mundschutzes. Allergiker sollten bereits blühende Pflanzen nicht selbst beseitigen. Damit könnten alle einen Beitrag zur Senkung der Allergiegefahr leisten.«

Im Vergleich zu Bundesländern wie z.B. Bayern und Berlin-Brandenburg war der Freistaat Sachsen bis zum jetzigen Zeitpunkt nur geringfügig vom Wachstum der Ambrosia betroffen. Die Problematik wird allerdings auch von der Sächsischen Staatsregierung aufmerksam beobachtet.

In diesem Jahr wurde unter Federführung des Sozialministeriums eine ressortübergreifende Arbeitsgruppe gegründet, in welcher erste Schritte zur systematischen Erfassung und Bewältigung des Problems konzipiert wurden.

(Quelle: Sächsisches Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz)