Geflügelpest im Zoo bestätigt

Dresden- Im Dresdner Zoo wurden mehrere Verdachtsfälle der Geflügelpest bestätigt. Die Kadaver werden im Labor des Friedrich-Löffler-Instituts untersucht. Veterinäramt und Zoo haben am Donnerstag über die Ausbreitung und Schutzmaßnahmen informiert.

Zwei Vögel sind an der Vogelgrippe im Dresdner Zoo gestorben. Eine Ente und ein Rotschenkel haben sich mit dem Virus infiziert. Weitere Vögel werden aktuell noch untersucht. Um die Verbreitung einzuschränken wurden sechs weitere Tiere aus der gleichen Voliere eingeschläfert. Der gesamte Geflügelbestand des Tierparks soll in nächster Zeit regelmäßig auf Infektionen getestet und beobachtet werden.

Wegen des Risikos der Vogelgrippe gilt seit November sachsenweit eine Stallpflicht, so auch im Dresdner Zoo. Seither wurden die Volieren mit Planen verkleidet. Laut Zoo könne die Gefahr nicht vollkommen unterbunden werden. Wildvögel lassen sich in den Gewässern des Geländes nieder und geben so die Geflügelpest an gehaltene Tiere weiter. Seit Ende Januar ist das gesamte Stadtgebiet von Dresden als Sperrbezirk und die Umgebung der Landeshauptstadt als Beobachtungsgebiet ausgewiesen. Daher müssen auch Hundebesitzer ihre Haustiere anleinen und Katzen zu Hause bleiben.

Zukünftig helfen Elefanten- oder Affenpfleger bei der Fütterung und Pflege der Vögel mit, so Geschäftsführer Karl-Heinz Ukena. Damit soll das Risiko einer Übertragung des H5N8-Viruses an andere Vögel gesenkt werden. Für das Stadtgebiet ändert sich derzeit nichts an dem aktuellen Zustand. So sind keine strengeren Eingriffe geplant.

Der Zoo bleibt geöffnet. Für Besucher besteht keine Gefahr der Ansteckung. Allerdings müssen sie weiterhin auf einige Vogelarten wegen der Stallpflicht verzichten.