Gegen das Vergessen – Gerät zur Alzheimer-Erkennung vorgestellt

Eine besonders stark verbreitete Form der Demenz ist die Alzheimer-Krankheit. Wissenschaftler am Dienstag in Leipzig deshalb ein Gerät namens „Zyklotron“ vorgestellt, mit dem die Krankheit besser erkannt werden kann. +++

Immer mehr Menschen erkranken im Laufe ihres Lebens an Demenz. Im Alter zwischen 65 und 69 Jahren leidet jeder Zwanzigste unter Demenz. Im Alter zwischen 80 und 90 ist dann schon jeder Dritte betroffen.
Hinzu kommt, dass der Anteil an älteren Mitbürgern in unserer Gesellschaft rasant steigt. 
Das sieht die Sächsische Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst auch so: Grund genug dafür, das Gerät namens „Zyklotron“ in Leipzig einzuweihen.
Interview: Sabine von Schorlemer – Sächsische Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst
Der Teilchenbeschleuniger stellt einen radioaktiven Stoff her. Mit dieser Substanz lässt sich die Abnahme von Nikotinrezeptoren im Gehirn feststellen. Wenn diese Rezeptoren fehlen, ist die Alzheimer-Krankheit dafür verantwortlich. 
Im Anfangsstadium dieser Krankheit können die Symptome noch verzögert werden. Deshalb ist es wichtig die Krankheit so früh wie möglich zu erkennen.
Interview: Sabine von Schorlemer – Sächsische Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst
Ein Anfang dafür ist nun also in Leipzig, mit der Vorstellung von „Zyklotron“, geschehen.  Die Forschung muss sich dennoch ranhalten: Denn Experten rechnen  für das Jahr 2030 mit  2,5 Millionen Betroffenen in Deutschland.