Gegen die Düsseldorf Panther müssen die Dresden Monarchs endlich gewinnen

Nach der Verletzung von Radko Zoller fallen zwei weitere Leistungsträger aus. +++

Die Monarchs laden am Samstag zum Glöckner-Gameday

Fünf Punktspiele, ein magerer Erfolg – Die Dresden Monarchs stehen derzeit mit dem Rücken zur Wand, geraten in immer größeren Zugzwang. Allein Essen konnte bislang von den bundesligaerprobten Sachsen bezwungen werden. Nicht genug für die eigenen Ansprüche und die hochgesteckten Ziele dieser Saison. Denn noch vor zwei Monaten träumten die Goldenen von einem Playoff-Platz. Die Mannschaft war fit, die amerikanischen Spieler passten wie die sprichwörtliche Faust aufs Auge. Verletzungen, Pech vor allem aber spielerische Nachlässigkeiten ließen einen Teufelskreis beginnen, der nunmehr nur schwer zu durchbrechen ist. „Die Zeit der Ausreden ist vorbei“, positioniert sich Gary Spielbuehler entsprechend klar. „Wir haben unsere Niederlagen selbst verschuldet. Nur Taten können an unserer Situation etwas ändern. Jeder im Team muss bedingungslos alles geben.“ Die nächste Chance dazu kommt prompt. Schon am Sonnabend (28. Mai, Beginn: 14:30 Uhr) sind die sechsfachen Deutschen Meister der Düsseldorf Panther bei den Monarchs zu Gast. Im heimischen glücksgas stadion, Dresdens größter und schönster Spielstätte, und beim Glöckner Gameday soll dann die Trendwende gelingen.

Es wäre den Dresden Monarchs und ihrem Trainerstab zu wünschen, dass der lang ersehnte Aufschwung endlich beginnen möge. Seit Ende vergangener Saison schinden sich die Goldenen für den Erfolg. Nach Monaten harter Arbeit und der Ankunft der diesjährigen vier Importspieler schien alles in geordneten Bahnen zu verlaufen. Nur fünf Punktspiele genügten schließlich, um in einen gefährlichen Abwärtsstrudel zu geraten. Statt einem Playoff-Platz droht nun der Abstiegskampf. Statt von den deutschen Footballfans und Mannschaften respektiert zu werden, ergießen sich Spott und bittere Häme über dem jungen Team von Headcoach Gary Spielbuehler. „Es wird auch deswegen wieder Zeit, den Sport in den Vordergrund treten zu lassen. Nur durch Leistung und Einsatz verdienen wir uns Respekt“, so Dresdens Cheftrainer. Respekt, den derzeit allein Dresdens Footballfans einem Team in Not zu zollen scheinen. „Einmal Monarchs, immer Monarchs. Wir gewinnen zusammen und verlieren zusammen“, lautet nur einer der unzähligen unterstützenden Kommentare im Netz.

Zuspruch, den die Dresden Monarchs derzeit gut gebrauchen können. Nach der schweren Knieverletzung von Widereceiver und Nationalspieler Radko Zoller, muss nun auch die Defensive der Königlichen den dauerhaften Ausfall zweier Leistungsträger verkraften. Im Spiel gegen Berlin verletzte sich Adrian McCovey an der Schulter, und das schwer. Bereits gegen Mönchengladbach fehlte der bullige Linebacker. Nun ist klar, er wird 2011 kein Footballfeld mehr betreten können. Noch in dieser Woche wird Adrian McCovey operiert. Auch Patrick O’Neal, der führende Tackler und unangefochtene Leader der Defensive, muss in diesen Tagen sein Team verlassen. „Patricks Mutter ist schwer erkrankt. Bereits im vergangenen Jahr erkrankte sein Vater an einem ähnlich schlimmen Leiden. Damals konnte er seiner Familie nicht zur Seite stehen, was er bis heute bereut. Wir verstehen daher nur zu gut, dass er mit seinen Gedanken in den Staaten ist und haben ihm den nächsten Flug zurück gebucht. Wir alle wünschen Patricks Mutter nur das Beste, vor allem eine schnelle Genesung“, zeigt sich nicht nur Gary Spielbuehler betroffen.

Zeit, diesen Einschnitt zu verdauen, bleibt dennoch keine. Fieberhaft arbeiten die Monarchs an der Verpflichtung nun dringend benötigter Alternativen. „Wir versuchen alles Menschenmögliche“, verspricht Spielbuehler kurz.

Quelle: Dresden Monarchs

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