Geheimtipp mit Top-Weinen und Traumausblick: „Weinschank an der Finsteren Gasse“

Mitten im Weinberg kann man in Radebeul köstliche sächsische Weine bei tollem Blick in das Elbtal genießen: Am 28. August öffnet wieder die urige Straußwirtschaft für zwei Monate in der Finsteren Gasse. +++

Bis Ende Oktober kann man sich dann bei einem Glas Wein und einfachen deftigen Speisen fühlen wie im Urlaub. Der „Weinschank an der Finsteren Gasse“ ist noch ein Geheimtipp: Die kleine gemütliche Wirtschaft ist eine klassische „Straußwirtschaft“. Hinter dieser Bezeichnung verbergen sich kleine Gastbetriebe der Winzer oder Weinbauern. Nach jahrhundertealter Tradition und auch noch nach heutiger Gesetzgebung dürfen die Straußwirtschaften nur an höchstens vier Monaten im Jahr öffnen. Dafür gibt es neben selbstgekelterten Tropfen und einfachen Speisen meist viel Geselligkeit, oft kommen die Gäste sogar mit den Winzern selbst ins Gespräch. Der Name Straußwirtschaft kommt daher, dass oft ein Reisigstrauß, meist mit bunten Bändern geschmückt, über den Eingang gehängt wurde, wenn der Gastbetrieb geöffnet hatte. Da in manchen Regionen stattdessen Reisigbesen an die Türen gehängt wurden, gibt es auch die Bezeichnung „Besenwirtschaft“ oder nur kurz „Besen“.

Während die Straußwirtschaften in den Weinregionen Süddeutschlands sehr verbreitet und bekannt sind, gelten sie in Sachsen noch als Rarität. „Es gibt hier in der Weinregion nur knapp 20 Straußwirtschaften“, verrät Inhaberin Katrin Walter. Die Straußwirtschaft in der Finsteren Gasse in Radebeul in der Niederlößnitz steht den Straußwirtschaften oder Besen an Rhein oder Mosel aber in nichts nach: Gemütlich können bis zu 30 Gäste in der Wirtschaft sitzen, den Blick über das traumhafte Panorama schweifen lassen. Dabei reicht Katrin Walter edle Weine der Sächsischen Winzergenossenschaft, deren Mitglied sie ist. „Die Trauben, die auf unseren Weinbergen rings um die Straußwirtschaft reifen, liefern wir an die Genossenschaft, die daraus edle Tröpfchen keltert. Anders dürften wir hier auch gar keine Straußwirtschaft eröffnen“, erläutert Frau Walter.

Die Weinkarte wechselt regelmäßig, im Angebot stehen rot und weiße, trockene, halbtrockene und liebliche Weine. „Neben Weinen, deren Trauben aus dem ganzen Anbaugebiet stammen, haben wir aber auch stets einen Wein, der direkt von diesem Weinberg stammt.“ Die guten sächsischen Tropfen reicht die Winzerin in Flaschen oder im Glas. Der Viertelliter kostet je nach Sorte zwischen 4,50 und 6 Euro. „Zusätzlich bieten wir auch kleine Speisen wie Käse mit Oliven oder leckere Fettbemmchen, auf vorherige Bestellung auch unser beliebtes Winzerbrett. Wer Lust hat, kann nach Anmeldung auch eine geführte Weinbergswanderung von hier aus starten“, so Frau Walter.

Der Weinausschank hat ab dem 28. August bis Ende Oktober immer samstags bei gutem Wetter, jeweils von 14.00 bis 18.00 Uhr geöffnet. „Wenn zu Feierabend hier noch eine gemütliche Runde sitzt, schmeißen wir niemanden raus, da kann es auch später werden“, verspricht Katrin Walter. Für Gruppen öffnet sie nach Absprache auch zu anderen Terminen. 

Reservierungen und Anmeldungen sind unter Tel. 0160 / 969 11 938.

Quelle: MEDIENKONTOR Dresden

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