Geiselnahme in Bundesbank

Wer am Mittwochmorgen auf der Zschopauer Straße unterwegs war, dürfte sich über Absperrungen und Umleitungen gewundert haben.

Außerdem war ein großes Polizeiaufgebot vor Ort. Was dahintersteckt weiß mein Kollege Stefan Lehmann.

Polizeibeamte, Spezialeinheiten, Absperrungen und Umleitungen… Überfall auf die Deutschen Bundesbank an der Zschopauer Straße… Anschließend Geiselnahme durch „unbekannte Täter“…

Ein Szenario, welches sich heute Morgen in Chemnitz abspielte. Kurz darauf aber Entwarnung: Es war eine groß angelegte Polizeiübung.

Interview: Volker Langer – Landeskriminalamt Sachsen

Mehr als 300 Einsatzkräfte des Landeskriminalamts Sachsen und der Polizeidirektion Chemnitz-Erzgebirge waren an der Übung beteiligt. Heute war es nur ein Test für den Ernstfall, allerdings kein realitätsfremder.

In Hinblick auf die Geiselnahmen im vergangenen Jahr in Leipzig und Görlitz sind solche Maßnahmen offensichtlich sehr wichtig.

Interview: Volker Langer – Landeskriminalamt Sachsen

Banküberfälle und Geiselnahmen finden natürlich während der Geschäftszeit, also auch im Berufsverkehr statt.

Behinderungen sind dadurch nicht ausgeschlossen.

Interview: Ronny Müller – Passant

Für alle die es eilig hatten wahrlich eine ärgerliche Situation.

Trotzdem: Im Ernstfall wünscht man sich den Schutz der Geiseln und Passanten, unabhängig von möglichen Verkehrsbeeinträchtigungen.

Interview: Frank Fischer – Polizeidirektion Chemnitz-Erzgebirge

Die Übung endete mit Happy End. Am späten Nachmittag wurden die Täter im 40 Kilometer entfernten Schneeberg überwältigt und die Geiseln unverletzt befreit.