Geldsorgen bei Chemnitzer Tafel

Bei den meisten Chemnitzern wird auch in diesem Jahr der Gabentisch gut bestückt sein.

Doch es gibt in unserer Stadt nicht wenige Menschen, bei denen es aufgrund ihrer finanziellen Lage ganz anders aussieht.

Damit auch Bedürftige in den Genuss von Weihnachtsgeschenken kommen, engagieren sich viele in der Stadt ehrenamtlich, wie die Mitarbeiter der „Chemnitzer Tafel“.

Seit 15 Jahren hilft die „Chemnitzer Tafel“ als gemeinnützige Organisation Menschen in finanziellen Notlagen. In der Geschäftsstelle im Stadtteil Schönau werden die Lebensmittel- und Sachspenden gesammelt.

Hier werden sie zunächst sortiert, bevor sie später an die insgesamt 6.000 Tafel-Kunden ausgegeben werden. Christiane Fiedler hat sich von Anfang an bei der „Chemnitzer Tafel“ engagiert.

Weihnachten ist für sie und ihre Mitarbeiter immer wieder etwas Besonderes.

Christiane Fiedler Geschäftsführerin „Chemnitzer Tafel“ e.V.

Doch das Weihnachtsfest wird von Finanzsorgen des Vereins überschattet. Aufgrund fehlender Spenden klafft ein großes Loch in der Kasse. Statt dem Bedarf an Spenden von 35.000 Euro sind 2011 erst 11.000 Euro eingegangen. Deshalb kann es in diesem Jahr auch keine Weihnachtsfeier für die Tafel-Kunden geben.

Christiane Fiedler Geschäftsführerin „Chemnitzer Tafel“ e.V.

Da kam der Geldsegen am Donnerstag ganz recht. Der Energieversorger enviaM übergab einen Scheck über 2.000 Euro. Auch wenn der Großteil der Mitarbeiter unentgeltlich arbeitet, für die Hilfsarbeit wird Geld benötigt.

Christiane Fiedler Geschäftsführerin „Chemnitzer Tafel“ e.V.

Lebensmittel gibt es in Deutschland im Überfluss. Die „Chemnitzer Tafel“ will auch in Zukunft dafür sorgen, dass auch die Bedürftigen jeden Tag genug zu essen bekommen – und das nicht nur zu Weihnachten.