Gemeinde Schlema wird Staatlich anerkanntes Heilbad

Mit Radon wird Schlema zum Kurort.

Die Gemeinde Schlema ist seit Samstag „Staatlich anerkanntes Heilbad“. Gesundheitsministerin Helma Orosz überreichte im Kulturhaus von Schlema in Vertretung von Ministerpräsident Georg Milbradt die Anerkennungsurkunde an Bürgermeister Konrad Barth. Ministerin Orosz zeigte sich erfreut, dass damit die Bemühungen der Gemeinde, Schlema wieder zu einem attraktiven Kurort werden zu lassen, belohnt werden: „Wer noch weiß, von welchen Bedingungen 1990 Schlema auf seinem Weg vom Wismutstandort zum Kurort ausgehen musste, kommt nicht umhin, das erreichte Ergebnis als „das Wunder von Schlema“ zu bezeichnen.“ Bereits seit Beginn des 20. Jahrhunderts wurden die radonhaltigen Heilwässer in Schlema zu therapeutischen Zwecken genutzt. Mit dem Beginn des Uranabbaus 1946 kam der Kurbetrieb allerdings vollständig zum Erliegen. Die Wiederbelebung des Kurbetriebs ist ganz entscheidend auf das Engagement von Schlemas Bürgermeister Konrad Barth zurückzuführen, der im Rahmen der festlichen Gemeinderatssitzung in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet wird. Als Gesundheitsministerin wies Helma Orosz abschließend auf die „zwei Gesichter des Radons“ hin, die man kennen und auseinander halten müsse: „Das Radon im Heilwasser hat nichts mit den Umweltgefahren des Radons als Erblast des Uranabbaus zu tun. Auch hier gilt der alte Grundsatz von Paracelsus: Die Dosis macht das Gift! Durch verschiedene wissenschaftliche Studien ist der therapeutische Nutzen der Radonanwendung sicher nachgewiesen. Eine Radonanwendung im Heilbad, z.B. bei rheumatischen Erkrankungen, ist ohne Risiken möglich.“www.kurort-schlema.de