Gemeinsame Pressekonferenz

Polizei und Staatsanwaltschaft hielten am Donnerstagvormittag eine gemeinsame Pressekonferenz ab um über den Ermittlungsstand im Mordfall Michelle zu informieren.

Das Gewaltverbrechen an der achtjährigen Michelle liegt bereist vier Monate zurück. Das Verbrechen konnte bisher noch nicht aufgeklärt werden. Auch deshalb, weil den Ermittlern entscheidende Ausgangsfakten fehlen. Nach wie vor ist unklar, wo das Mädchen nach dem 18.08.2008, als sie sich bis etwa 16 Uhr auf dem Spielplatz Simsonsplatz aufhielt, verblieb und wo sich der Tatort befindet. Zudem fehlt bis zum heutigen Tag jede Spur von Michelles Jacke und ihrer Tasche.

Um jene offenen Fragen zu klären, bleibt die Sonderkommission auch weiterhin in ihrer Stammbesetzung von 75 Beamten der Kriminalpolizei bestehen. Insgesamt sind nunmehr 1.684 Hinweise aus der Bevölkerung eingegangen, so die Polizeibeamten. Binnen der letzten vier Wochen kamen weitere 97 Hinweise hinzu, welche nun innerhalb der 29 Ermittlungskomplexe aufgearbeitet werden. Die Bürgerhinweise zum veröffentlichten Phantombild vom 4. November 2008 führten bislang nicht zur Identifizierung des gesuchten Zeugen – die Öffentlichkeitsfahndung bleibt deshalt vorerst erhalten.

Mitte November rückte der Keller eines Gymnasiums an der Möbiusstraße in Reudnitz-Thonberg in den Fokus der Ermittlungen, weil ein Mantrailer-Hund zielgerichtet zu diesen Räumlichkeiten gelaufen war. Die daraufhin durchgeführte Spurensuche und -sicherung erbrachte laut Polizei zunächst ca. 600 Spuren. Die Auswertung der Spuren ist noch nicht abgeschlossen und wird auch noch geraume Zeit benötigen. Aus den bisherigen Ergebnissen ergaben sich jedoch keine Anhaltspunkte, dass Michelle irgendwann in den Kellerräumen war.