Gemeinsame Übung von sächsischer und tschechischer Polizei

Oelsnitz/Cheb: Am Mittwoch führten Polizeibeamte aus Südwestsachsen sowie Cheb eine gemeinsame Übung durch.

Gegenstand war die grenzüberschreitende Nacheile, d. h. sächsische Polizisten verfolgen Straftäter auf frischer Tat über die Grenze hinweg auf tschechisches Gebiet und umgekehrt. Zuerst handelten die tschechischen Kollegen. Im angenommenen Fall hatte ein Wohnungseinbruch in Doubrava stattgefunden. Ein Hundeführer nahm mit seinem Diensthund die Fährte des Straftäters auf. Diese führte den tschechischen Polizist über die Grenze in das Gebiet von Gürth, wo er den Einbrecher festnehmen konnte. Anschließend übernahmen ihn hinzu gerufene Polizisten des Polizeipostens Bad Elster.
Im zweiten Szenario nahm eine sächsische Streife die Verfolgung von flüchtigen Tätern nach einem Pkw-Diebstahl in Oelsnitz auf. Die Fahrt ging über Süßebach – Ebmath in Richtung Hranice. Zwischenzeitlich wurden die tschechischen Kollegen informiert, die ihrerseits zwei Streifenwagen den Flüchtigen entgegen sandten. Im Ergebnis konnte das Täterfahrzeug zwei Kilometer vor A gestellt werden.

Erklärtes Ziel war es, zum einen das praktische Handeln der Kollegen vor Ort zu üben. Zum anderen sollten die Kommunikationswege getestet werden. Die gemachten Erfahrungen zeigten, dass die Zusammenarbeit von sächsischer und tschechischer Polizei gut funktionierte. Probleme in zeitlicher Hinsicht warf jedoch die Sprachbarriere auf. Dies wurde erkannt und wird nun versucht abzustellen, um in der Zukunft bei echten Einsätzen ein noch reibungsloseres gemeinsames Vorgehen zu gewährleisten. Vor diesem Hintergrund war die gemeinsame Übung sehr nutzbringend und erfolgreich.

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