Gemeinsames Gedenken an 20. Juli 1944 in Dresden

Am 20. Juli 2015, jährt sich zum 71. mal der Jahrestag des Attentates auf Adolf Hitler 1944. In Dresden gedenken die Landeshauptstadt, die Offizierschule des Heeres und der Bezirk Sachsen des DGBs in einer gemeinsamen Gedenkfeier der Widerständler. +++

Am Montag, 20. Juli 2015, jährt sich zum 71. mal der Jahrestag des Attentates auf Adolf Hitler 1944. Aus diesem Anlass  führen die Landeshauptstadt Dresden, die Offizierschule des Heeres und der Bezirk Sachsen des Deutschen Gewerkschaftsbundes eine gemeinsame Gedenkfeier durch.

Mit der Veranstaltung soll an die unterschiedlichen Formen des Widerstandes im Dritten Reich erinnert werden. Die Opposition gegen Hitler wurde von sehr unterschiedlichen Gruppen und Akteuren getragen, deren Ziele, Formen und Methoden sich mitunter stark voneinander unterschieden. Dazu gehörten Vertreter der Kirchen, des konservativ-bürgerlichen Milieus, der Gewerkschaften, der Arbeiterparteien und vieler anderer Gruppen. Der 20. Juli ist somit ein Gedenktag an dem nicht nur an den gescheiterten Attentatsversuch als singuläres historisches Ereignis erinnert wird, sondern dieses Datum steht gleichsam symbolisch für den gesamten deutschen Widerstand – den militärischen wie den zivilen – im Dritten Reich. Für den Neubeginn nach dem Ende des Hitler-Regimes 1945, für eine auf Humanität, Recht und Demokratie gegründete Staats- und Gesellschaftsordnung, war das Vorbild der Widerstand Leistenden von enormer Bedeutung. Als Ideal und Beispiel politischer Moral wurde der Widerstand zu einer der wichtigsten, sinnstiftenden Erinnerungen der jüngeren deutschen Geschichte.

Die gemeinsame Gedenkveranstaltung der Landeshauptstadt Dresden, der Offizierschule des Heeres und des Bezirks Sachen des Deutschen Gewerkschaftsbundes besteht aus zwei Teilen:

Um 17 Uhr wird auf dem städtischen Nordfriedhof an den Grabdenkmalen der beiden prominenten Widerständler Friedrich Olbricht und Hans Oster ein Gedenkappell durchgeführt. Bürgermeister Dr. Ralf Lunau spricht ein Grußwort. Im Anschluss daran findet um 19 Uhr im Richard-Teichgräber-Saal des Dresdner Volkhauses ein Abendvortrag statt. Dr. Willy Buschak vom DGB Bezirk Sachsen trägt zum Thema „Gewerkschaftlicher und militärischer Widerstand gegen die nationalsozialistische Diktatur“ vor.

Quelle: Landeshauptstadt Dresden