Gericht entscheidet über Werbeversprechen des Diätpulvers Almased

Die Firma Almased Wellness GmbH soll Werbung mit konkreten Angaben über Dauer und Ausmaß einer Gewichtsreduktion für ihr Diätprodukt unterlassen und gibt damit der Verbraucherzentrale Sachsen recht. +++

Das Landgericht Lüneburg (Urteil vom 2. April 2015, Az.: 7 O 106/14) hat die Firma Almased Wellness GmbH aus Bienenbüttel dazu verurteilt, Werbung mit konkreten Angaben über Dauer und Ausmaß einer Gewichtsreduktion für ihr Diätprodukt zu unterlassen.

Damit bestätigt das Urteil die Rechtsauffassung der Verbraucherzentrale Sachsen. „Denn angesichts der Unwägbarkeiten bei einem zusätzlichen Verzehr weiterer Lebensmittel darf Werbung für ein Diätprodukt auch keinen sicheren Erfolg suggerieren, sondern nur die Möglichkeit einer Gewichtsreduzierung aufzeigen“, sagt Anne-Katrin Wiesemann, Referentin für Lebensmittelrecht bei der Verbraucherzentrale Sachsen

Zusätzlich wurde die Firma verurteilt, Anpreisungen für ihr Produkt, die Linderung oder Besserung von Erkrankungen wie Osteoporose, Rheuma oder Diabetes versprechen, zu unterlassen. Denn Lebensmittel dienen ihrer Bestimmung nach der Ernährung und nicht der Behandlung von Krankheiten. Auch darf auf den Produkteverpackungen nicht mehr mit den unzulässigen Angaben „aktiviert den Stoffwechsel“ und/oder „reguliert nachweislich den Blutzuckerspiegel“ geworben werden. Hierzu wurde dem beklagten Unternehmen jedoch vom Gericht eine Aufbrauchfrist bis zum 31. August 2015 gewährt.

Die Entscheidung ist somit noch nicht rechtskräftig. Das Unternehmen kann innerhalb eines Monats Berufung einlegen. 

Quelle: Verbraucherzentrale Sachsen