Gericht stoppt Behördenwahnsinn

Ein 73-Jähriger hatte im Sommer 2011 auf einer Straße in großen weißen Lettern das Wort „Kinder“ gemalt, um Autofahrer zu warnen und zur Vorsicht zu ermahnen. Er sollte dafür 1.000 Euro Strafe bezahlen. +++

 

Gerechtigkeit siegt doch, zumindest in dem Fall, der am Mittwoch vor dem Amtsgericht Bautzen mit dem Freispruch des Angeklagten endete: Vor dem Kadi stand Dr. Norbert K., Gemeinderat von Radibor wegen Sachbeschädigung.

Der 73-Jährige hatte im Sommer 2011 auf die Straße (Kreisstraße 7214) am Ortseingang von Lippitsch (Gemeinde Radibor, Landkreis Bautzen) in großen weißen Lettern das Wort „Kinder“ gemalt, um Autofahrer zu warnen und zur Vorsicht zu ermahnen. Diese eigenmächtige Aktion ging dem Landratsamt derart gegen den Strich, dass es Schadenersatz in Höhe von 400 Euro forderte.

Dr. Norbert K. sollte einen Strafbefehl von 1.000 Euro bezahlen (Norbert K. erhält monatlich 1.400 Euro Rente netto). Dagegen legte der Gemeinderat Einspruch ein und so landete die Sache am Mittwoch vor Gericht. Urteil: Freispruch! Das Urteil des Amtsgerichts Bautzen ist bereits rechtskräftig. Wir waren am Donnerstag noch einmal in Lippitsch, jedoch wirkte das Dorf wie ausgestorben, Leute, auch Norbert K., bekamen wir nicht vor die Kamera.

Quelle: News Audiovision

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