Geringswalder Totschlagsprozess gestartet

Chemnitz/Geringswalde- Knapp fünf Monate nach dem tödlichen Angriff auf seine Freundin muss sich der 32-jährige Ronny S. aus Geringswalde nun vor dem Landgericht Chemnitz wegen Totschlags verantworten.

Der Mann steht im Verdacht, im Oktober 2018 seine Freundin in der gemeinsamen Wohnung nach einem Streit mit 18 Messerstichen getötet zu haben. Was genau Hintergrund der Tat ist, soll im laufenden Verfahren geklärt werden. Wie das Landgericht mitteilte, werden sowohl Zeugen aus dem persönlichen Umfeld, als auch ermittelnde Polizeibeamte sowie der Gerichtsmediziner als Zeugen gehört, um das Tatgeschehen sowie die Umstände aufzuklären.

Derzeit wird davon ausgegangen, dass der Angeklagte im Affekt zum Küchenmesser gegriffen und auf seine Freundin eingestochen hatte. Dabei erlitt sie unter anderem am Herzen so schwere Verletzungen, dass sie diesen noch vor Ort erlag.

Noch am Tatabend hatten Angehörige die Polizei informiert, dass sie sich um die 30-Jährige sorgten. Die Polizeibeamten gingen daraufhin in die Wohnung und fanden die Frau leblos auf. Daraufhin wurde der Angeklagte zur Fahndung ausgeschrieben.

Zwei Tage nach der Tat konnte dieser schließlich am Hamburger Flughafen aufgegriffen werden, als er gerade im Begriff war, das Land zu verlassen. Bei einer Verurteilung droht Ronny S. in jedem Falle eine mehrjährige Freiheitsstrafe.

Insgesamt sind für das Verfahren vier Verhandlungstage angesetzt. Mit einem Urteil wird am 09. April gerechnet.