Gerit Thomas: “Informationspolitik der Landeshauptstadt war eine Katastrophe“

Die GRÜNEN fordern Konsequenzen aus der Noro-Virus-Infektionswelle zu ziehen. „Das Schulverwaltungsamt und der Eigenbetrieb Kita müssen als Auftragsgeber stärker auf das Essensangebot einwirken,“ so Gerit Thomas. +++

Lesen Sie hier eine Mitteilungder Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Stadtrat Dresden

„Ganz gleich, wer für die Erkrankungen die Verantwortung trägt, mit dem Unsinn, dass Lebensmittel für die Essensversorgung an öffentlichen Einrichtungen quer über den Erdball verschickt werden, muss Schluss sein. Auch aus Gründen des Klimaschutzes sollte die Versorgung mit regionalen Produkten Vorrang haben. Die CO2-Bilanz des globalen Lebensmittel-Shoppings ist inakzeptabel. “, so die schulpolitische Sprecherin der Fraktion Gerit Thomas weiter.

Ferner müssen aus Sicht der GRÜNEN-Stadträtin auch in den Schulen und Kitas Konsequenzen aus dem Vorfall gezogen werden. „In vielen Schulen besteht noch nicht einmal die Möglichkeit, sich vor dem Essen in Speisesaalnähe die Hände zu waschen. Außerdem fehlt den Schülerinnen und Schülern dazu auch angesichts der üblichen Mehrschicht-Abfertigung bei der Essensversorgung die Zeit.“ Auch wenn der vergleichsweise harmlose Noro-Virus keine verheerenden Auswirkungen hatte, war nach Ansicht der GRÜNEN die Informationspolitik der Landeshauptstadt „eine Katastrophe.“

Weder die Schulen noch Eltern und Öffentlichkeit wurden angemessen informiert, geschweige denn auf Verhaltensweisen und Risiken hingewiesen. Man musste den Eindruck gewinnen, dass auch die Verwaltung nicht vollständig über das Ausmaß und die betroffenen Einrichtungen im Bilde war. „Epidemie-Management – Fehlanzeige,“ resümiert Gerit  Thomas. „Nicht auszudenken, wenn es um gefährlichere Erkrankungen gegangen wäre.“ Ebenfalls inakzeptabel ist für die Stadträtin, dass keine Informationen an die politischen Vertreter erfolgten. „Wir wissen mal wieder nur das, was wir in den Zeitungen gelesen haben.“ Gerit Thomas begehrt deshalb in einer umfangreichen Anfrage an die Verwaltung (s. Anhang) Auskunft über die genauen Umstände der Infektionswelle.

 

Quelle: Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Stadtrat Dresden

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