Gesellenfreisprechung

Die Gesellenfreisprechung bildet auch am Donnerstag noch in verschiedenen Handwerken den Abschluss der Lehrzeit.

Ein Begriff, den es bereits seit dem Mittelalter gibt, wo Lehrlinge mit der Freisprechung von ihren Verpflichtungen „freigesprochen“ und zum Gesellen erklärt wurden. Am Donnerstag gibt es zu diesem Anlass meist die Lehrzeugnisse, die sogenannten Gesellenbriefe. So auch bei der Kfz-Innung Sachsen-West.

Es ist ein freudiger Anlass, wenn es nach jahrelanger Ausbildungszeit endlich den Lohn für die harte Arbeit gibt – die Gesellenzeugnisse. Für die jungen Frauen und Männer aus der Kfz-Branche waren es insgesamt dreieinhalb Jahre, in den Pauken und die praktische Ausbildung dominierten. Hier in den Räumen der Handwerkskammer Chemnitz sprach die Kfz-Innung Sachsen West rund 110 von ihnen, darunter eine Frau, aus Chemnitz und Umgebung, frei.

Nun dürfen sie sich mit Erhalt der Gesellenbriefe Kfz-Mechatroniker nennen und damit richtig ins Berufsleben starten.

Interview: Christian Schmidt – Vorsitzender Prüfungskommission Chemnitz-Land

Ob ihr gelerntes Handwerk künftig allerdings wirklich den „Goldenen Boden“ hat ist fraglich, denn nicht alle der anwesenden Jung-Mechatroniker aus Chemnitz Stadt und Land werden übernommen. Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten kann da die Innung nur raten nicht aufzugeben, denn eine abgeschlossene Ausbildung ist nach wie vor ein wichtiger Grundstein für die spätere berufliche Zukunft.

Interview: Christian Schmidt – Vorsitzender Prüfungskommission Chemnitz-Land

Als ausgebildete Facharbeiter sind die Absolventen nun in der Lage ein breites Spektrum auf dem Gebiet der Kraftfahrzeugtechnik abzudecken. In einem anspruchsvollen aber auch zukunftsweisenden Beruf, der sich den ständig verändernden Anforderungen im Kraftfahrzeugtechnikerhandwerk stellt. Immer komplexer werden die elektronischen Komponenten in den Fahrzeugen und was noch vor ein paar Jahren nur Luxusautos vorbehalten war, ist heute schon in vielen Mittelklasse- oder sogar Kleinwagen zu finden.

In 42 Monaten Ausbildung wurden die Kfz-Mechatroniker in vielen wichtigen Schwerpunkten ihres Berufes ausgebildet. Die erfolgreich bestandene Gesellenprüfung im Kraftfahrzeugtechnikerhandwerk öffnet außerdem die Türen zum Besuch der Meisterschule. Gefragt sind nun die jungen Frauen und Männer selbst, ihren Platz im Berufsleben zu finden.

Keine einfache Aufgabe und eines steht fest: Ausgelernt haben sie, trotz des Gesellenbriefes, noch lange nicht.

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